Navi auf dem Rad

Geräte, Software, Routenplanung.
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DoubleX
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Navi auf dem Rad

Beitrag von DoubleX » Mi 15. Aug 2012, 08:41

Hi zusammen.
Hat jemand von euch schon mal ein Navi auf dem Rad/Mountainbike benutzt?
Es gibt spezielle Rad-Navis, aber was die können, müsste mein TomTom doch auch können. (es hat auf jeden Fall eine Rad- und Fußgängerfunktion)
Bin mir nur nicht ganz sicher, ob das mit den Erschütterungen am MTB-Lenker so dolle fürs Gerät ist.

Welche Kartensoftware kann man empfehlen; also, wo auch Wander- und Forstwege drauf sind?
Watt soll ich hier schreibseln?

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dergraf
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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von dergraf » Mi 15. Aug 2012, 09:13

Hi.

Wir nutzen gerade die Topo Deutschland Karte, da ist wirklich jeder Trampelpfad,Wanderwege und Radwege drauf.

http://shop.touratech.de/navigation/kar ... karte.html

Das Problem wird nur sein dass der Tomtom (den ich auch auf dem Moped nutze) bei weitem nicht alle Wege kennt die Du vorher zuhause planst.
Fürs Radfahren ideal wäre

http://shop.touratech.de/navigation/gps ... ex-20.html

da wäre dann schon eine (Teil) Topokarte dabei.
Wenn man mir rechtzeitig Bescheid sagt, bin ich unglaublich flexibel. Mathias

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Crespo
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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von Crespo » Mi 15. Aug 2012, 09:25

Hi,

am Rad haben wir Garmin 60CSx oder Montana, mit freien OSM-Karten (openMTB etc).

Die Garmin-Topos sind imho vollkommen überteuert, und können nix richtig :twisted:

Ob es da auch was für TomTom gibt, weiß ich leider nicht.

Evtl. brauchts für Outdoor-Aktivitäten doch eher Garmin :roll:
Ein gebrauchtes 60er zum Bleistift, idealerweise mit C (Color) und x (mSD-Karte) im Namen 8-)
Aber ein 60Cs ist auch gut, hat halt "nur" 56MB internen Speicher, da lässt sich aber OSM aus der Umgebung auch gut drauf packen.
Farbig sollte es auf jeden Fall sein.
Gruss aus der Palz
Crespo

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dergraf
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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von dergraf » Mi 15. Aug 2012, 10:43

Crespo hat geschrieben:Die Garmin-Topos sind imho vollkommen überteuert, und können nix richtig :twisted:

..och, meine gabs für lau... :+ :mrgreen: ;)
Wenn man mir rechtzeitig Bescheid sagt, bin ich unglaublich flexibel. Mathias

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von DoubleX » Mi 15. Aug 2012, 12:02

Erstmal danke für die Antworten.
Habe gerade mit dem Fremdenverkehrsverein in meinem Urlaubsgebiet telefoniert und erfahren, das die dort Rad-GPS Geräte mit gespeicherten Touren von dort (etliche verschiedene Tourlängen und Schwierigkeitsstufen, von der flachen kurzen Familientour bis zur Extrem-Mountainbike-Tour), für umsonst verleihen; auch für mehrere Tage.
Eine Halterung für den Radlenker ist dabei und es muss lediglich eine Kaution von 50,-€ hinterlegt werden.
Das nenne ich mal ein interessantes Angebot.
Werde mir das Ganze mal anschauen und natürlich auch Probefahren.

PS: In 10 Tagen gehts los :P
Watt soll ich hier schreibseln?

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von sampleman » Mi 15. Aug 2012, 12:18

Ich habe es noch nicht wirklich ausprobiert, aber ich nehme an, dass die TomTom-Navigation im Grunde nur öffentliche Straßen kennt, wobei dazu auch Wirtschaftswege und Schotterpfade gehören können, die eigentlich nur für Forst- und Landwirtschaft geöffnet sind. Beim Fahrrad-Routing wird das Navi eine geringere Durchschnittsgeschwindigkeit sowie die Befahrbarkeit bestimmter Straßen annehmen, die für Kfz gesperrt sind, Autobahnen und vermutlich auch Bundesstraßen wird es eher vermeiden.

Kurz: TomTom ist ein Straßennavi, kein Geländenavi.

Was die Vibration angeht, würde ich mir bei einem Moppednavi wie dem TomTom Rider keine Gedanken machen, zumal ein Fahrrad keine hochfrequenten Vibrationen kennt. Was beim Rider stören könnte: Es hat keinen eingebauten Lautsprecher, nur eine BT-Schnittstelle für das Headset. Außerdem ist es dafür ausgelegt, während der Fahrt geladen zu werden. Mein Tomtom Rider 2 läuft ohne Aufladen etwa 4 Stunden bei eingeschaltetem Monitor, das Urban Rider soll angeblich bis zu sechs schaffen. Es gibt einen Trick, mit dem man den Stromverbrauch drücken kann: Man kann (zumindest beim Rider 2) den Monitior so schalten, dass er ausgeht, wenn kein Abzweig droht. Allerdings schaltet sich der Monitor wieder ein, wenn man näher als 3 km an die nächste ansagewerte Abzweigung kommt. Beim Motorrad, mit dem man auch mal länger Landstraßen fährt, kann es schon mal dazu führen, dass der Monitor tatsächlich einmal 20 bis 30 Minuten aus ist. In der Stadt, wo es dauernd eine Abbiegung gibt, geht der Monitor gar nicht mehr aus. Auf dem Fahrrad hängt es sicherlich davon ab, wo man langfährt.

Noch eine Beobachtung: Ich habe meinen TTR2 schon zwei-, dreimal als Fußgängernavi in der Stadt benutzt. Das ist unter dem Strich ein rechtes Gefrickel, vor allem mit der 3D-Kartenansicht. In der Regel ist man als Fußgänger zu langsam (und in der Stadt das GPS-Signal oft zu schlecht), so dass das Navi nicht genau weiß, in welche Richtung man sich bewegt. Das führt oft zu völlig sinnlosen Drehbewegungen der Kartenansicht. Da ist man IMHO mit einer 2D-Kartenansicht, auf der das Naviprogramm eine Route eingezeichnet hat und die über einen wandernden Punkt die momentane Position anzeigt, besser bedient.
Beste Grüße
sampleman

G'lebt is' glei'

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von Crespo » Mi 15. Aug 2012, 12:23

dergraf hat geschrieben:
Crespo hat geschrieben:Die Garmin-Topos sind imho vollkommen überteuert, und können nix richtig :twisted:

..och, meine gabs für lau... :+ :mrgreen: ;)
Tststs :roll: 8-) :mrgreen:
Gruss aus der Palz
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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von DoubleX » Do 30. Aug 2012, 20:07

Hatte mir jetzt mal so ein Garmin Oregon Navi fürs Rad ausgeliehen und getestet.
Fazit des Tages: Was ein Kack.
Das Ding zeigt nicht wie ein normales Navi an, wann und wo man abbiegen muss, sondern zeigt eigentlich nur eine Landkarte mit der zuvor geladenen Tour an.
Da kann ich mir auch eine Karte nehmen und mit einem Textmarker meine gewünschte Route einzeichnen.
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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von Andys » Fr 31. Aug 2012, 02:19

Hoi
Ich hatte früher ein 60csx fürs Rad und Moped,
Nachdem das den Geist aufgab wurde es durch ein 62 er ersetzt
Mittlerweile gibt es routingfähige Karten transalpin und Topo d aber mir ist ein Track zum Radeln viel lieber, hat sich für mich bei zwei transalps absolut bewährt
Mittlerweile plane ich auch fürs Moped zumeist nur mit Tracks, das Gerät rechnet nicht ständig wenn ich mal anders fahren will
Ist nur Gewohnheit und definitiv besser als karte mit Markierung
Andy aus der Fränkischen

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von reclino » Fr 31. Aug 2012, 07:18

DoubleX hat geschrieben:Hatte mir jetzt mal so ein Garmin Oregon Navi fürs Rad ausgeliehen und getestet.
Fazit des Tages: Was ein Kack.
Das Ding zeigt nicht wie ein normales Navi an, wann und wo man abbiegen muss, sondern zeigt eigentlich nur eine Landkarte mit der zuvor geladenen Tour an.
Da kann ich mir auch eine Karte nehmen und mit einem Textmarker meine gewünschte Route einzeichnen.
Hi DoubleX

Wahrscheinlich lag es nur am Kartenmaterial, oder an der Einstellung am Navi! Ich benutze fürs MTB ,ein Garmin Dakota 20, mit OSM Karten von http://www.kleineisel.de/blogs/index.php/osmmap/. Routing, z.B. über Adresseingabe, ist problemlos möglich.
Gruß Maik

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von pilles-q » So 2. Sep 2012, 13:01

Moin,

ich habe für's Fahrrad auch so'n altes Garmin 60cx mit der Topo Deutschland 2010 .. die Karte ist dort nicht routingfähig außerhalb befestigter Strassen,
man muß also den Track auf's Gerät übertragen, im sichtbaren Modus kannste dem dann hinterher fahren.

Nicht schön, aber machbar...

Die neue TOPO 2012 soll das mit den neueren Geräten (Montana/ Oregon 4xx & 5xx / GPSmap 62xx) auch aktivitätsbezogen hinbekommen, sprich Fahrradwege werden auch routingfähig, wenn das entsprechende Aktivitätsprofil eingestellt ist.
Aber aktuelle Erfahrungen dazu liegen mir nicht vor...
Die "Linke" zum Gruß

Thilo

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von QPit » Mo 17. Sep 2012, 14:23

Ich benutze seit einem Jahr OSM Karten auf meinem alten 276er.
Das hat genügend Akkuzeit, man kann auf Fahrrad einstellen, mit Ramount gut zu installieren, OSM Velo Karten sind Routingfähig, wobei Tracksabfahren mir fast lieber ist, Erschütterungen sind dem völlig egal und ich kann ruckzuck wie gewohnt Routen auf dem Gerät erstellen.
Grüßle
Peter


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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von Crespo » Mo 17. Sep 2012, 15:10

Es gibt auch neue Geräte am Markt, die bereits OSM einsetzen.

So z.B. das Mio Cyclo 300.
Aktueller Testbericht:
http://blog.openstreetmap.de/2012/09/mi ... stbericht/" onclick="window.open(this.href);return false;
Gruss aus der Palz
Crespo

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Re: Navi auf dem Rad

Beitrag von bdr529 » Mo 17. Sep 2012, 20:53

DoubleX hat geschrieben:Hatte mir jetzt mal so ein Garmin Oregon Navi fürs Rad ausgeliehen und getestet.
Fazit des Tages: Was ein Kack.
Das Ding zeigt nicht wie ein normales Navi an, wann und wo man abbiegen muss, sondern zeigt eigentlich nur eine Landkarte mit der zuvor geladenen Tour an.
Da kann ich mir auch eine Karte nehmen und mit einem Textmarker meine gewünschte Route einzeichnen.
Nee, kein Kack, nur die falschen Karten (nicht routingfähig). Es gibt für alle denkbaren Anwendungen (Auto, Rad und Fußgänger) freie und gute OSM-Karten, mit denen man ganz normal navigieren kann.

Das Oregon hab' ich auch eine Zeit mit dem Motorrad benutzt. Funktioniert einwandfrei, allerdings nicht so hell wie übliche Navis. Dafür halten die Akkus 8 Stunden und wenn die leer sind, packt man Ersatzakkus rein. Für's Fahrrad ideal.

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