1150RT - Motorschaden und -transplantation

Alles zur Technik der 1150er Boxermodelle.
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Junior
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1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Junior » Do 24. Mai 2018, 12:35

Servus an alle,

Mitlesender bin ich hier schon länger und möchte vorneweg mal ein großes LOB an das Forum und Powerboxer geben. Richtig gut! :flower:
Angemeldet habe ich mich gerade, weil ich (Überaschung) ein Problem habe. -> unten gibt es eine Schnellzusammenfassung

Vorneweg zum Fhzg.: R1150RT, mit Einfachzündung, 102tkm, Behördenfahrzeug.
Vorgeschichte: (bitte nicht hauen, ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen und die letzten 2 Tage noch mehr nachgelesen. Ich weiß, dass es meine Schuld ist.. :roll:)...

So, Vorgeschichte: Moped vor 2 Jahren gekauft, Vorbesitzer (hatte 3 Stück ersteigert) meinte er hat Ölwechsel mit Filter und Kardan gemacht. Dann hatte ich es ziemlich bald bei der WFZ in München wegen Bremsflüssigkeit tauschen. Zündkabel links wurde damals nach überprüfen auch getauscht. Soweit alles bestens, lief immer einwandfrei, außer Batterie-Geschichten. Bin viel Überland, auch zügiger, ab und an Autobahn, jedoch auch viel ganz entspannt gefahren.
Ölwechsel hatte ich in den 2 Jahren (ca. 12tkm) keinen gemacht, vom Vorbesitzer habe ich es einfach geglaubt... Hätte jetzt bei mir angestanden, da Reifen auch neu müssen. Und ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass es eine sehr sehr schlechte Idee war damit so lange zu warte. Ich wusste übrigens bis gestern auch nicht, dass die Q so sehr Öl verbraucht, d.h. ich habe auch nie nachgefüllt (nach dem Motto, solange sie läuft, habe ich nur unregelmäßig und -wie ich jetzt weiß auch nicht richtig- das Schauglas begutachtet).

Defekt kam dann letzte Woche auf der Autobahn nach München rein ca. 20km, davon die letzten 3 mit 160km/h. Kurz vor der Ausfahrt innerhalb von einigen hundert Metern zunehmend spürbarer Leistungsverlust, weitere einige hundert Meter zunehmende Geräuschkulisse. In der Sekunde fängt es zu regnen an (zum Glück nur kurz), deshalb noch bis unter die nächste Brücke gerollt und lief im Stand wie ein Traktor mit sehr lautem metallischem Schlagen. Gasannahme in neutral OK, beim Anfahren kaum Leistung da. In der Not bin ich noch 2km mit 60km/h bis zu einem Freund gefahren wo ich sie abstellen kann (auch nicht so clever, rückblickend...).
Dabei ist mir aufgefallen, dass sie bei untertourigem (6. Gang ab 50 km/h - so fahre ich übrigens öfter) beschleunigen mit viel Gas das rasseln/ rattern/ schlagen/ hämmern deutlich weniger wird und die Leistungsentfaltung eine Spur besser ist.
Geräusch kam im Stand gefühlt vom rechten Zylinder, aber nur seeehr vage.
Temperatur ging bei der "Notfahrt" hoch, höher als sonst jemals im Sommer, jedoch noch ca. 3 Balken vor der roten Anzeige.

Mit Motoradanhänger geholt, steht jetzt bei Bekannten in der Garage wo sie länger bleiben darf.

Erste Erkenntnis: Ventildeckel runter - Kette rechts lässt sich mit Leichtigkeit nach oben bis an den Zylinderkopf drücken. Ist das normal? Wenn man das schneller wiederholt kommt es dem metallischen Schlagen das ich gehört habe recht nahe. Linke Kette ist relativ stramm.
Öl war pechschwarz.

Ich kann mir vorstellen, dass es in diese Richtung geht: viewtopic.php?f=4&t=4098&hilit=unrund&start=25


Zusammengefasst:
- Ölwechsel vernachlässigt über min. 12tkm, Öl pechschwarz
- bei Autobahnfahrt 160 km/h einsetzender Leistungsverlust, mit zunehmender geräuschkulisse: Schlagen, scheppern, metallisch
- bei untertourigem Beschleunigen besser
- Steuerkette rechts scheint sehr locker

Ich hoffe, ich habe euch alle Infos übermittelt die ich zur Hand habe, aber fragt gerne nach!
Trotz meiner erst 25 Lenze kann ich 14 Jahre Schraubererfahrung verzeichnen, dennoch ist die Dicke mein modernster Besitz und ich möchte auch daran so gut es geht selbst schrauben, damit ich sie kennen lerne.
Ich lerne gerne dazu, nur schade wenn es mit Schäden und Lehrgeld verbunden ist. Naja, der "Junior" kommt nicht von ungefähr.

Ich freue mich auf eure kompetenten Meinungen wie ich weiter vorgehen soll. Zylinderkopf abnehmen traue ich mir zu, aber nicht ins blaue hinein..

Besten Dank und viele Grüße,
Simon
Zuletzt geändert von Junior am Fr 15. Jun 2018, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.

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1150RT - keine Leistung und läuft wie ein Traktor nach Autobahnfahrt und Missachtung des Öl-Gebots

Beitrag von GStreiber » Do 24. Mai 2018, 15:35

Junior hat geschrieben:Servus an alle,

Mitlesender bin ich hier schon länger und möchte vorneweg mal ein großes LOB an das Forum und Powerboxer geben. Richtig gut! :flower:
Angemeldet habe ich mich gerade, weil ich (Überaschung) ein Problem habe. -> unten gibt es eine Schnellzusammenfassung

Vorneweg zum Fhzg.: R1150RT, mit Einfachzündung, 102tkm, Behördenfahrzeug.
Vorgeschichte: (bitte nicht hauen, ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen und die letzten 2 Tage noch mehr nachgelesen. Ich weiß, dass es meine Schuld ist.. )...

So, Vorgeschichte: Moped vor 2 Jahren gekauft, Vorbesitzer (hatte 3 Stück ersteigert) meinte er hat Ölwechsel mit Filter und Kardan gemacht. Dann hatte ich es ziemlich bald bei der WFZ in München wegen Bremsflüssigkeit tauschen. Zündkabel links wurde damals nach überprüfen auch getauscht. Soweit alles bestens, lief immer einwandfrei, außer Batterie-Geschichten. Bin viel Überland, auch zügiger, ab und an Autobahn, jedoch auch viel ganz entspannt gefahren.
Ölwechsel hatte ich in den 2 Jahren (ca. 12tkm) keinen gemacht, vom Vorbesitzer habe ich es einfach geglaubt... Hätte jetzt bei mir angestanden, da Reifen auch neu müssen. Und ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass es eine sehr sehr schlechte Idee war damit so lange zu warte. Ich wusste übrigens bis gestern auch nicht, dass die Q so sehr Öl verbraucht, d.h. ich habe auch nie nachgefüllt (nach dem Motto, solange sie läuft, habe ich nur unregelmäßig und -wie ich jetzt weiß auch nicht richtig- das Schauglas begutachtet).

Defekt kam dann letzte Woche auf der Autobahn nach München rein ca. 20km, davon die letzten 3 mit 160km/h. Kurz vor der Ausfahrt innerhalb von einigen hundert Metern zunehmend spürbarer Leistungsverlust, weitere einige hundert Meter zunehmende Geräuschkulisse. In der Sekunde fängt es zu regnen an (zum Glück nur kurz), deshalb noch bis unter die nächste Brücke gerollt und lief im Stand wie ein Traktor mit sehr lautem metallischem Schlagen. Gasannahme in neutral OK, beim Anfahren kaum Leistung da. In der Not bin ich noch 2km mit 60km/h bis zu einem Freund gefahren wo ich sie abstellen kann (auch nicht so clever, rückblickend...).
Dabei ist mir aufgefallen, dass sie bei untertourigem (6. Gang ab 50 km/h - so fahre ich übrigens öfter) beschleunigen mit viel Gas das rasseln/ rattern/ schlagen/ hämmern deutlich weniger wird und die Leistungsentfaltung eine Spur besser ist.
Geräusch kam im Stand gefühlt vom rechten Zylinder, aber nur seeehr vage.
Temperatur ging bei der "Notfahrt" hoch, höher als sonst jemals im Sommer, jedoch noch ca. 3 Balken vor der roten Anzeige.

Mit Motoradanhänger geholt, steht jetzt bei Bekannten in der Garage wo sie länger bleiben darf.

Erste Erkenntnis: Ventildeckel runter - Kette rechts lässt sich mit Leichtigkeit nach oben bis an den Zylinderkopf drücken. Ist das normal? Wenn man das schneller wiederholt kommt es dem metallischen Schlagen das ich gehört habe recht nahe. Linke Kette ist relativ stramm.
Öl war pechschwarz.

Ich kann mir vorstellen, dass es in diese Richtung geht: viewtopic.php?f=4&t=4098&hilit=unrund&start=25


Zusammengefasst:
- Ölwechsel vernachlässigt über min. 12tkm, Öl pechschwarz
- bei Autobahnfahrt 160 km/h einsetzender Leistungsverlust, mit zunehmender geräuschkulisse: Schlagen, scheppern, metallisch
- bei untertourigem Beschleunigen besser
- Steuerkette rechts scheint sehr locker

Ich hoffe, ich habe euch alle Infos übermittelt die ich zur Hand habe, aber fragt gerne nach!
Trotz meiner erst 25 Lenze kann ich 14 Jahre Schraubererfahrung verzeichnen, dennoch ist die Dicke mein modernster Besitz und ich möchte auch daran so gut es geht selbst schrauben, damit ich sie kennen lerne.
Ich lerne gerne dazu, nur schade wenn es mit Schäden und Lehrgeld verbunden ist. Naja, der "Junior" kommt nicht von ungefähr.

Ich freue mich auf eure kompetenten Meinungen wie ich weiter vorgehen soll. Zylinderkopf abnehmen traue ich mir zu, aber nicht ins blaue hinein..

Besten Dank und viele Grüße,
Simon
Hallo Simon,
wieviel Öl kannst du im Schauglas sehen?Wenn noch etwas siehst , Motor warm laufen lassen und dann Öl ablassen.
Eventuell ist dein Kettenspanner fest. Beide am Zylinder rausdrehen und auf Gängigkeit prüfen. Wenn fest, neue besorgen. Gibt es verbessert.
Dann wieder neuen Filter montieren und Öl füllen. Ventile solltest du auch prüfen und ggf. einstellen. Kipphebel auf Axialspiel kontrollieren . Werte findest du in Wartungsbüchern
Oder aus dem Internet runterladen. Und als letztes Synchronisieren der Drosselklappen
Und schau mal ob die Gaszüge an den Drosselklappen richtig drin sind

Grüße aus Franken
Hajo
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Grüße aus Franken
Hajo

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gerd_
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Re: 1150RT - keine Leistung und läuft wie ein Traktor nach Autobahnfahrt und Missachtung des Öl-Gebots

Beitrag von gerd_ » Fr 25. Mai 2018, 00:37

Hi
Obn man das Öl wechselt oder nicht ist weniger relevant. Wenn Du Dich aber 2 Jahre auch nicht um den Ölstand gekümmert hast (ist ja auch ein riesiger Aufwand), nehme ich an, dass sich ein Kolben mit der Kolbenwand oder die KW sich mit einer Lagerschale vereinigt hat.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry

Mmickey
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Re: 1150RT - keine Leistung und läuft wie ein Traktor nach Autobahnfahrt und Missachtung des Öl-Gebots

Beitrag von Mmickey » So 27. Mai 2018, 21:54

.... glaube absolut nicht an das Öl als Verursacher ... solange es nicht zuwenig war. Verschleiss ist bei einem verbrauchten Öl ggf. etwas höher, aber Motorschaden? Nee! Wenn das Öl schon schlammig ist, aber da musst man schon andere Dinge treiben, gnadenloser Kurzstreckenverkehr über Jahre, um das so hinzubekommen, aber selbst nicht mit 20Tkm über Wechselintervall. Öl ist fast immer schwarz, schon nach 50km sieht das bei den meisten Motoren so aus ...

Junior
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Re: 1150RT - keine Leistung und läuft wie ein Traktor nach Autobahnfahrt und Missachtung des Öl-Gebots

Beitrag von Junior » So 3. Jun 2018, 12:29

Schönen Sonntag zusammen

Vielen Dank für die Antworten.

Hinter dem Zylinderkopf sehen wir:
Gerd hat Recht! Die Pleuellager haben sich verabschiedet so dass stattdessen 6mm Spiel herrscht.

Zylinder schauen gut aus, schöner Kreuzschliff. Gefühlt fahre ich damit nochmal 100tkm wenn ich mich ab jetzt besser anstelle. Ventile ok, Auslass stark weiß belegt.

Ich würde mich freuen wenn ihr mir nochmal weiterhelfen würdet:
Was können zerfetzte Pleuellager alles anrichten (Lagerteile die fröhlich durch den Kurbelraum sausen, Ölpumpe, nur der Filter)?
Wie ist das beste Vorgehen ab hier (sehr allgemein gestellt)?
Kolbenbolzenlager scheinen i. O. Jedoch lassen sich die Bolzen nur bis zur Hälfte ohne Kraftaufwand schieben, dann stehen sie recht plötzlich an. ist das normal?

Und eine Frage Interessehalber: sollte das Pferdchen nicht längst geschrieen haben wenn der Ölstand dermaßen kritisch ist?

Beste Grüße
Simon

der niederrheiner
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Re: 1150RT - keine Leistung und läuft wie ein Traktor nach Autobahnfahrt und Missachtung des Öl-Gebots

Beitrag von der niederrheiner » So 3. Jun 2018, 20:02

Wie? Zerfetzt waren se denn? Die Fachleute werden wohl was zu den Zusammenhängen der Ölversorgung sagen können. Ich würd halt alle Bohrungen durchpusten. Die Bröckchen werden sich da gut verteilt haben.


Stephan

Junior
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Re: 1150RT Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Junior » Fr 15. Jun 2018, 11:45

Servus,

ein Mechaniker aus der Nähe hilft mir jetzt. Seine Einschätzung war sehr direkt ("Den Motor kannst wegschmeißen"), da die Kolben es auch nicht überlebt haben. Zur Frage "Wie" zerfetzt die Pleuellager waren: Das Spiel zw. Pleuel und KW hat mindestens 3mm ...

Also wir sind gerade dabei den Motor raus zu nehmen, der Mechaniker hat das schonmal an einer 1200er gemacht. WHB haben wir auch.

Bei 2 Fragen wenn ihr mir noch helfen könntet wäre toll:
Neuer Motor ist noch offen: Der Spängler in Weißenburg hat grad welche mit 100tkm+ von der Französischen Polizei da und einen von einem alten Herrn mit 170tkm -- weniger KM wären toll
Kennt ihr noch andere Quellen (außer ebay und boonstraparts)?

Und was sollte man "gleich mal mitmachen" wenn sie schon so tiefgreifend auseinander genommen wird? (Kupplung ab einem gewissen Verschleißgrad nehme ich an?)


Ich kann euch gerne Bilder zur Verfügung stellen :)


Viele Grüße,
Simon

tremola
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von tremola » Fr 15. Jun 2018, 12:34

Halloelel,

nachdem ich die Fahrweise der Polizei auch in F kenne, würde ich wahrscheinlich eher den des älteren Herrn nehmen.

Ganz andere Frage. Komplett andere 1150er kaufen wird nicht in Summe billiger?
Herzliche Gruesse

Ralf - der mit dem Seitenwagen tanzt
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Junior
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Junior » Fr 15. Jun 2018, 12:52

Hi,

jetzt wollte ich gerade den anderen Beitrag editieren mit : Wer sucht der findet :)
bei bike - teil . de
hab ich noch
- BMW Salvage aus Bad Honnef (scheint vernünftig, schlachten sehr viele Bikes -eigene Aussage: ca 30 Pro Monat-
- und 2 kleinere, auch aus "Norddeutschlad" ausgemacht

habe einen im Auge mit 57tkm, Auffahrunfall Autobahnauffahrt (angeblich nur mit 30-40kmh), angeblich gepflegt von älterem Herr, angeblich nicht umgefallen sondern "nur" Gabel gebrochen, für um 600, fände ich gut. Eure Meinung?

Und ja, Tremol: Meine schlachten und andere kaufen hab ich auch überlegt. Leider hab ich wenig Platz, Teile zu lagern.
Meine hat damals 3000 gekostet, wenn ich am Ende mit allem 1000 rein stecke habe ich eine Maschine, die ich gut kenne.
Zudem auch viel über den korrekten Umgang mit Boxern gelernt.
Und 4000 entspricht in etwa auch dem Zeitwert von ordentlichen Maschinen. (Denke ich zumindest)

Trotzdem interessehalber, was ist als Erlös zu erwarten wenn man eine Motorschaden-1150 mit 100tkm zerlegt und verkauft. keine 1000€?


Viele Grüße

teileklaus
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von teileklaus » Fr 15. Jun 2018, 22:00

unbedingt den Ölkühler wegwerfen und die Ölschläuche - Leitungen
viel Grüße, Klaus

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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von kboe » Fr 15. Jun 2018, 22:04

Da ich immer wieder mal nach Teilen für meine RS rumstöbere, bin ich uf diesen Herren aufmerksam geworden:
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 255782679/

Ist halt Österreich. Ob sich da das Porto lohnt, weiß ich natürlich nicht.

Gruß
Bernhard

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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Junior » Do 21. Jun 2018, 17:01

teileklaus hat geschrieben:
Fr 15. Jun 2018, 22:00
unbedingt den Ölkühler wegwerfen und die Ölschläuche - Leitungen
Servus Klaus,

wegen den evtl. Späne die darin sind, oder?

Danke für den österreichischen Link, sehr interessant!!!
Das angepeilte Aggregat ist nämlich schon weg.


Passen die 1100er Aggregate tatsächlich so problemlos in die 1150er wie mir am Telefon erzählt wird?

VG
Simon

teileklaus
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von teileklaus » Do 21. Jun 2018, 17:34

es gab schon Folgeschäden von sich erst später lösenden im Ölkühler befindlichen Metall- und Lagerteilen Abrieb, grobe Späne wohl weniger..
Nugets .. der Neue Motor auch hin.
Ein Ölkühler ist teuer, aber ein neuer Motor noch mal 1000.-
Ich weiß eine Adresse für einen neuen 1150 Motor 0 km Ausstellungsstück aber 2200.- €
viel Grüße, Klaus

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gerd_
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von gerd_ » Fr 22. Jun 2018, 07:55

Hi
Junior hat geschrieben:
Do 21. Jun 2018, 17:01

Passen die 1100er Aggregate tatsächlich so problemlos in die 1150er wie mir am Telefon erzählt wird?
Zumindest der Auspuff passt nicht. Die Krümmer haben unterschiedliche Anschlüsse.
Da dürfte aber Larsi auskunftsfähiger sein
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
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Larsi
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Larsi » Fr 22. Jun 2018, 20:43

gerd_ hat geschrieben:
Fr 22. Jun 2018, 07:55
Hi
Junior hat geschrieben:
Do 21. Jun 2018, 17:01

Passen die 1100er Aggregate tatsächlich so problemlos in die 1150er wie mir am Telefon erzählt wird?
Zumindest der Auspuff passt nicht. Die Krümmer haben unterschiedliche Anschlüsse.
Da dürfte aber Larsi auskunftsfähiger sein
gerd
Doch der Auspuff passt, RT 1100/1150-Krümmer ist gleich.
Im Grunde passt der 11er Motor in die 1150RT ... ggf fehlt der Ölthermostat je nach Baujahr.

Was kopftechnisch NICHT passt sind R1150R/GS-Motoren.
Gruß Lars
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gerd_
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von gerd_ » Sa 23. Jun 2018, 09:46

Hi
Na sag' ich doch: Larsi hat mehr Ahnung.
Zumindest wenn es um die RT mit EZ geht
gerd
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Junior » Di 3. Jul 2018, 13:32

Hallo,


danke für die Auskünfte! Ist vielleicht für Später-Lesende auch interessant.
Mein Eindruck: 1100er und 1150er für jeweils RS und RT (R 259 und R22) sind kompatibel. GS & Co. nicht.

Den 1100er hätte ich fast gekauft, jetzt ist es doch ein 1150er mit lediglich 8500km und DZ geworden.

Sehe ich das richtig, dass ich die Zylinderköpfe mit EZ vom alten Motor übernehmen kann? Gründlich reinigen, Ventile sauber einstellen, neue Kopfdichtung und gut ist.
Oder besser den DZ drauf lassen und mit "blinder" Zündkerze fahren?

Danke auch an Klaus, Ölkühler mit Leitungen kommt.

Wenn alles passt geht es die Tage an das Zusammensetzen. Bei der Gelegenheit werden einige O-ringe gewechselt (Drosselklappenstutzen, Schwingenlager vorn) und das Kugelgelenk für den Telelever.
Bei allem anderen sind wir derzeit der Meinung: darf weiter sein Werk verrichten.


Danke nochmal.
Ciao Servus,
Simon

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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Larsi » Di 3. Jul 2018, 21:37

Die Köpfe müssten kompatibel sein, aber dann baue den Nockenwellenlagerbock vom neuen Motor ein, nicht dass die alten Wellen eine Macke haben.

Falls du eine blinde Kerze rein setzt, ich würde die Elektrode heraus brechen und das Loch mit einem Schweißpunkt verschließen.

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Gruß Lars
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Operation erfolgreich

Beitrag von Junior » Fr 10. Aug 2018, 11:41

Hallo beisammen,


Operation geglückt, Patient lebt :)

Vielen Dank für eure Unterstützung und Geduld, besonders an Gerd und Larsi und danke auch an Bernhard, ohne dich hätte ich das Aggregat aus Oberösterreich nicht gefunden!!! :thumb: :thumb:

Wenn´s interessant ist (und für mich als Chronik) in EUR:
Motor: 800
Kupplung: 290
Ersatzteile: 190
Hilfs- & Betriebsstoffe: 60
Helfer & Werkzeug: 150
Lerneffekt: unbezahlbar


Beste Grüße

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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von Larsi » Fr 10. Aug 2018, 12:04

Danke für die Rückmeldung und es freut mich, dass die Kiste wieder läuft.

Gute Fahrt!! :thumb:
Gruß Lars
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Re: 1150RT - Motorschaden und -transplantation

Beitrag von kboe » Fr 10. Aug 2018, 13:23

Bitte gern :thumb: :thumb: :thumb:

Gruß
Bernhard

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