Batterieladespannung

Alles zur Technik der 1150er Boxermodelle.
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Uhle
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Batterieladespannung

Beitrag von Uhle » Fr 29. Mär 2019, 12:09

Hallo Freunde,
ich habe eine frage zum laden der der Batterie? Es ist eine Gel-Batterie eingebaut. Laut Beschreibung der Batterie ist eine Ladespannung von 14,1 V nötig, um die Batterie zu laden, aber die Lichtmaschine von meiner R1150RT bringt nur max. 13,8 V, was laut meiner Werkstatt Normal ist. Nun meine Frage, kann daher das Problem kommen, dass ich manchmal Startprobleme haben, auch wenn ich einige hundert Kilometer gefahren bin?
Mit freundlichem Gruß aus Steinheim an der Murr
Werner

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gerd_
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von gerd_ » Fr 29. Mär 2019, 12:26

Hi
Physikalisch ist 13,7 V ideal. Auch wenn es 13,8 sind ist das egal und somit hat die Werkstatt Recht.
Eine Bleizelle hat 2,1V wenn sie voll ist (x6=12,6). Zum Laden braucht man etwas "dazu" (2,28....2,30; x6= 13,7). Alles was drüber liegt dient nur dem schnelleren Laden und stresst die Batterie ab dem Zeitpunkt ab dem sie voll ist. Der Grund ist einfach: Ab ca 13,7 V beginnt die Spannung das enthaltene Wasser in O2 und H zu zerlegen, die Batterie gast.
Ob man das durch Gel oder AGM mehr oder weniger im Zaum hält ist dabei egal.
Genauso egal ist es ob die Batterie zu 98% "technisch voll" oder mit 100% "grenzwertig voll" ist.
Wenn sie bei 90 % nicht startet, hat sie bessere Tage gesehen. Die Zeit der Gleichstrom-LiMas ist vorbei. Die lieferten ihre Sopannung nur bei höheren Drehzahlen und luden bei "Kurzstrecke" nicht ausreichend. Natürlich hätte man die Übersetzung des Keilriemens ändern können, nur wäre dann bei Autobahnfahrt (dauernd hohe Drehzahlen) der damals noch mechanische Regler überfordert gewesen. Seither gilt das Motto "es war schon immer so, es hat sich bewährt . . . ".
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry

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Uhle
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Uhle » Di 2. Apr 2019, 17:49

Hallo Gerd,
vielen Dank für die Antwort! Meine Batterie ist gerade mal 2 Jahre alt, die dürfte eigentlich noch nicht schlapp machen. Dann muss ich halt den Stromdieb suchen.
Mit freundlichem Gruß aus Steinheim an der Murr
Werner

Franz Gans
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Franz Gans » Do 4. Apr 2019, 20:42

Uhle hat geschrieben:
Di 2. Apr 2019, 17:49
Meine Batterie ist gerade mal 2 Jahre alt, die dürfte eigentlich noch nicht schlapp machen.
So einfach liegt die Angelegenheit heute leider nicht mehr. Nach meiner Erfahrung sind die Batterien in den letzten Jahren zusehends schlechter geworden und teilweise schon aus dem Laden getragen nicht die Arbeit wert, die man sich dabei gemacht hat.

Du kommst also in meinen Augen nicht umhin, irgendwie auszuschliessen, dass Du so ein "Glueck" (wie beschrieben) hattest. Ich vermute es jedoch nach Deiner Beschreibung! Miss doch mal die Stromentnahme bei abgeschalteter Zuendung. Da duerfen nur wenige Milliampere fliessen, was ich unterstelle, und dann wirst Du die eventuell noch innerhalb der Gewaehrleistung befindliche Batterie Deinem Haendler um die Ohren hauen koennen?

Viele Gruesse
Karl-Heinz

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Christian
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Christian » So 21. Apr 2019, 11:44

Meine Kuh sprang mit dem damaligen JMT Gel Akku auch sehr schlecht bis gar nicht an. Da ich sie neu gekauft hatte, habbich ihr gleich nen neuen Akku gegönnt, Moll mobike Gel. Nach kurzer Zeit ging der Akku beim Starten auch in die Knie. Muss irgendwo ein Stromdieb sein, leider überschreitet das herausfinden mein Können.

Uhle hat sich das bei dir gebessert?

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Uhle » So 21. Apr 2019, 18:59

Hallo Christian,
bin leider bis jetzt noch nicht weitergekommen! Da mein Körperliche Akku momentan auch nichtrichtig arbeitet, bin ich nur an einem Sonntag eine kleine Runde gefahren. Es hat soweit alles funktioniert, nur mein elektrisches Fahrwerk hat beim starten nicht so richtig starten wollen! Aber das ist sehr empfindlich auf Unterspannung.
Bin letzten Dienstag mit einem leichten Schlaganfall in das Krankenhaus eingeliefert worden, hat sich bis Mittwoch alles soweit wieder regeneriert. Aber ich muss mir überlegen, was ich in der Zukunft mache. Auf der anderen Seite habe ich jetzt, da ich in den nächsten zwei Wochen nicht arbeiten gehen möchte, etwas Zeit meine Garage aufzuräumen und Fehlersuche an der RT machen. Ich berichte dann wie das Ergebnis ausgefallen ist.
Mit freundlichem Gruß aus Steinheim an der Murr
Werner

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Christian » So 21. Apr 2019, 19:38

Gute Besserung :thumb:

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Alwin
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Alwin » Di 30. Apr 2019, 14:32

Hi!

Auch wenn Unkenrufe kommen werden....
Ich fahre eine LiFePo4 von CS-Batteries, 7,5 AH und meine 1150er springt damit sofort und kräftig auch bei tieferen Temperaturen an. Ich würde nichts anderes mehr einbauen, auch meine 12er Wasserboxer GS bekommt heuer noch eine spendiert und die 650er V-Strom meiner Tochter auch.
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » Di 30. Apr 2019, 19:16

Franz Gans hat geschrieben:
Do 4. Apr 2019, 20:42
und dann wirst Du die eventuell noch innerhalb der Gewaehrleistung befindliche Batterie Deinem Haendler um die Ohren hauen koennen?
Viele Gruesse
Karl-Heinz
Mit Verlaub nach einem Halben jahr ist Beweislastumkehr, Karl- Heinz.
Dann muss der Kunde beweisen dass er die Batterie zum Zeitpunkt des Kaufes schadhaft übernommen hat, was er meist nicht kann.
Nur wenn man beweisen könnte die Batterie wurde nie tiefentladen oder artgerecht geladen, würde das greifen.
Meist macht der Händler ein Gutwill Angebot und nimmt die zurück aber ein Anspruch ( Ha ich habe 2 Jahre Garantie) ist rechtlich kaum durchsetzbar.
viel Grüße, Klaus

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Klausmong
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Klausmong » Di 30. Apr 2019, 19:43

Alwin hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 14:32
Hi!

Auch wenn Unkenrufe kommen werden....
Ich fahre eine LiFePo4 von CS-Batteries, 7,5 AH und meine 1150er springt damit sofort und kräftig auch bei tieferen Temperaturen an. Ich würde nichts anderes mehr einbauen, auch meine 12er Wasserboxer GS bekommt heuer noch eine spendiert und die 650er V-Strom meiner Tochter auch.
Was sind für Dich tiefere Temperaturen?

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » Di 30. Apr 2019, 22:28

lifepo4 schwächeln um die 5 Grad C ob alle das machen weiß ich nicht.
viel Grüße, Klaus

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Klausmong
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Klausmong » Mi 1. Mai 2019, 08:51

Ich weiß, deswegen frage ich

meine Frau arbeitet in einem Motorradgeschäft wo die verkauft werden.

Im Winter kommen genug Leute die die LiFePo zurückgeben weil sie "kaputt" sind.

Was ja nicht ganz stimmt, man muß nur eine Minute Zündung und Licht einschalten das die Batterie warm wird und dann haben sie auch mehr Leistung.

Aber nichts gegen eine gute Batterie wie die Hawker.
Aber sie sind halt leichter und teurer, das ist es aber auch

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gerd_
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von gerd_ » Mi 1. Mai 2019, 09:18

Hi
Physik und Chemie sind in allen LiFePos gleich. Daher schwächeln -systembedingt- alle wenn es sie friert. Irgendwie witzig finde ich, wenn ich eine Zeitlang Strom verbraten muss um dann Stromverbraten zu können. Funktioniert das nicht auch mit "etwas länger leiern"? Strom wird da ja reichlich verbraucht.
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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » Mi 1. Mai 2019, 10:04

Ja etwas anleiern dann aber ne Minute warten Helm auf Handaschuhe an.. Navi programieren? irgendwas sinnvolles machen. Bei mir mangels solchen Temperaturen hab ich nie was gemerkt.
Baue gerade wieder lifepo4 Packs zusammen, mit 8,4 AH und Balancer. Also kann dann nicht so schlecht sein.
Vl bei nur 13,5 Volt einmal im Jahr doch auf 14,4 V laden damit alle Zellen die Möglichkeit haben ganz voll balancert zu werden.
Die Lifepo4 ist mit 13,2 Volt voll = sinkt auf diese Leerlaufspannung.
viel Grüße, Klaus

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Klausmong » Mi 1. Mai 2019, 10:40

gerd_ hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 09:18
Hi
Physik und Chemie sind in allen LiFePos gleich. Daher schwächeln -systembedingt- alle wenn es sie friert. Irgendwie witzig finde ich, wenn ich eine Zeitlang Strom verbraten muss um dann Stromverbraten zu können. Funktioniert das nicht auch mit "etwas länger leiern"? Strom wird da ja reichlich verbraucht.
gerd
Vermutlich.

Ich hab mich aber nach den Infos und Erfahrungsberichten gegen diese doch teurere Variante entschieden nur um 2-3 kg zu sparen.

hat sich für mich nicht erschlossen wo der Vorteil darin liegt.

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » Mi 1. Mai 2019, 11:38

ist doch beschrieben:
- höhere Startkraft
- weniger Gewicht nicht 2 KG sondern 4-5 kg weniger bei der 11 er
- weniger Platz7 Stauraum dort frei
- geringerer Kapazität 4-12 AH
- geringere Selbstentladung ( abklemmen und nach einem Halben Jahr laden anklemmen, fahren)
- höhere Gebrauchsdauer ( ca 2000 statt 400 Entladezylken)
- Kann in jedes folgende FZ eingebaut werden, weil kleiner.
- bei ausreichender Kapazität ( 8AH wäre mein Faorit ) und ohne Tiefentladung 8- xy Jahre Haltbarkeit, bei doppeltem Preis.
Aber gerechnet auf die Gebrauchsdauer gleicher Geldaufwand/ Jahr
- ggf umständlicher Einbau mit Platzhalter Zulage.
viel Grüße, Klaus

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Klausmong » Mi 1. Mai 2019, 11:41

Als jemand der auch im Winter viel fährt ist es halt für mich nicht wirklich von Vorteil.

Und das es im Winter bei Kälte schwerer ist mit den LiFePos hat sich mir schon bei Kollegen deutlich gezeigt.

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » Mi 1. Mai 2019, 11:49

genau dann ist das das Ausschluss kriterium, nur wenn man eine Garage hat, ist das auch kaum ein Thema.
Auch die Blei starten im Winter schlechter nur das sagt keiner.
Und wenn die Blei schwer orgelt bleibt es dabei, die Lifepo nimmt neu Anlauf und zieht dann besser durch.
viel Grüße, Klaus

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von der niederrheiner » Do 2. Mai 2019, 08:11

In der Uly hab ich so'n Teil drin. Über'n Winter, Standzeit, klemm' ich die einfach ab. Dann zieht niGS die leer. Im Frühjahr wieder anklemmen. Starten. Das kann die "Blei" nicht. Was mir jetzt nicht so wichtig wäre, aber durch den eingesparten Platz, konnte ich das Steuergerät besser unterbringen.

Das Gewicht der Teile ist ja 'n Witz. Die könnteste dir in die Jacke stecken, das fällt nicht auf. . .


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Re: Batterieladespannung

Beitrag von Alwin » So 5. Mai 2019, 13:44

teileklaus hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 22:28
lifepo4 schwächeln um die 5 Grad C ob alle das machen weiß ich nicht.

Hi!

So in diesem Bereich startet meine 1150R mit der LiFePo4 noch anständig.
Natürlich lasse ich da dann die Zündung samt Licht, eventuell noch Warnblinker 1 Minute laufen, bevor ich den Starknopf drücke.
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Grüße Alwin

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Re: Batterieladespannung

Beitrag von teileklaus » So 5. Mai 2019, 14:05

Genau , mal kurz anstarten, warten und gut. Das ist schwächeln. Aber liegenbleiben wird man da nicht. Die startet sicher.
viel Grüße, Klaus

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