M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

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der_geraet
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M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von der_geraet » Mi 26. Aug 2015, 13:47

Hallo zusammen,

Ich habe zugegebenermaßen zwei recht spezielle Fragen: Hintergrund, ich hatte bei meiner Kuh Bj. 95 einen Getriebeschaden, bei dem ein kaputtes Kugellager auf der mittleren Welle Teile des Gehäuses abgeschlagen hat. Ich will jetzt das Getriebe wieder instandsetzen, Wellen sind durchgemessen und noch gerade, Verschleiß ist überall minimal. alle Lager der Wellen werden erneuert. Getriebecode: DAJ

1. Kegelrollenlager statt Kugellager auf der Eingangswelle
Ich hab den Reperatursatz 23002325604 (gleicher Satz für M97 und M94 Getriebe) beim Händler gekauft. Dieser beinhaltet zwei Kugellager (ein clean bearing und ein normales). Auf der ausgebauten Welle sind allerdings zwei Kegelrollenlager montiert. Die Innen- und Aussendurchmesser der Kugellager stimmen mit denen der Kegelrollenlager überein.
Kann mir jemand sagen, ob ich die Kegelrollenlager durch die Kugellager ersetzen kann?

2. Motorseitiges Getriebegehäuse tauschen
Bei dem Schaden ist das motorseitige Getriebegehäuse kaputt gegangen. (Das, auf dem der Getriebecode draufsteht/ Getriebecode altes Teil: DAJ). Ich habe jetzt bei eBay ein gebrauchtes gekauft, das von einem m97 Getriebe stammt. (Getriebecode neues Teil: EAF)
Lochbild gleich, Lageraussendurchmesser gleich, alles gleich bis auf einen von diesen Zähnen ( evtl. zur Ölstromlenkung), und eine von den Nasen, in denen eine Gehäuseschraube eingeschraubt wird. Die ist im neuen Teil rund und im alten abgeflacht. Die Wellen würden trotzdem frei drehen/ keine Einschränkungen.
Kann mir wer sagen, ob ich die beiden Teile zusammen bauen kann/sollte?

Vielen Dank für die Auskunft. Wo sind die richtigen Kuh-Doktoren! :) :thumb:

teileklaus
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von teileklaus » Mi 26. Aug 2015, 18:22

ich kann dazu nur sagen, dass die Kuhdoktoren raten das alte M94 Getriebe zu verschrotten und gleich ein M97 zu kaufen, weil man die entscheidenden Änderungen nicht ins Alte Getriebe bekommt.
viel Grüße, Klaus

didithekid
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Mo 7. Sep 2015, 17:30

Hallo der_geraet,

in der Bauzeit der R1100 Getriebe gab es mehrere Änderungen an den Lagern und Schaltzapfen, nicht nur die Baureihensprünge M93, M94 und M97.
Die M97er Getriebe sollen weniger zu Getriebeschäden, wie z. B. Gangspringern neigen, aber auch dort kommen die noch deutlich gehäuft vor,
wenn die Laufleistungen höher werden. Bei beiden sind die Schatgabeln aus Aluminium und nicht aus Stahl (wie bei der R1150) und können im verschlissen Zustand nicht mehr so exakt den Gang drin halten, was wiederum zu neuem Verschleiß führt - usw.

Zu deinem Problem:
Wenn die Schaltwellen mit ihren Lagerdurchmessern und Tiefen in die Gehäusebohrungen passen, sieht es schon mal gut aus. Ab irgend einem Baujahr der M97er Reihe soll das nicht mehr gehen. Die ggf. geänderten Schaltzapfen (zwischen den Zahnrädern) müssen ja paarweise passen, da Du die Wellen im Ganzen tauschst. Die Frage ist also dann, ob die Ausdistanzierung gelingt, damit Du später noch komfortabel schalten kannst. Und die muss mit den neuen Lagern auf jeden Fall gemacht werden. Daß sich die grundsätzliche Lage der Zahnrad-Paarungen zwischen M94 und M97 geändert hat, kann ich mir nicht vorstellen. Du wirst aber für alle Wellen zur Distanzierung die Distanzscheiben (in den Gehäusepassbohrungen) neu bestücken müssen, damit die Tolleranzen der beiden jetzt montierten Gehäusehälften zu den Wellen ausgeglichen werden und alles spielfrei sitzt.
Einfach wird das wohl nicht.

Viele Grüße

Didi
Zuletzt geändert von didithekid am Do 1. Okt 2015, 20:47, insgesamt 1-mal geändert.

der_geraet
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von der_geraet » Di 22. Sep 2015, 10:44

Hallo zusammen,

Hier noch eine kleine Rückmeldung:

Wir haben es trotz der Gegenvorschläge so instandgesetzt, wie oben beschrieben. Und es hat gut funktioniert.

Die Änderung der Lagerart hat mir der Teilehändler (Tommy Wagner BMW / Gräfelfing) bestätigen können. Das sind jetzt die gleichen Lager wie in einem M97 Getriebe. Die "alten" Kegelrollenlager gibt es so nicht mehr für die Eingangswelle eines M94 Getriebes.

Der Deckel vom M97 Getriebe hat auch gepasst (siehe die spezifischen Getriebecodes in meinem oberen Post) und das Ausdistanzieren hat auch gut geklappt.

Viel Spaß beim werkeln

BG

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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Do 1. Okt 2015, 20:52

der_geraet hat geschrieben: ... Und es hat gut funktioniert.
... und das Ausdistanzieren hat auch gut geklappt.
Hallo BG,

meinen Glüchwunsch zur gelungenen Reparatur!

Ich glaube beurteilen zu können, dass dies eine reife Schrauber-Leistung war. :thumb:

Viele Grüße

Didi

Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » Fr 3. Mär 2017, 18:42

Hallo Zusammen,
Ich habe ein ähnliches Problem wie der Themenstarter.
Meine 1100RS mit aktuel 108TKM auf der Uhr hat singende Lager an der Eingangswelle. Das Getriebe ist zerlegt und zeigt nur geringste Verschleißerscheinungen.
Alle Lager sowie Wellendichtringe werden getauscht.
Heute beim freundlichen dann feststellen müssen das es die Kegelrollenlager nicht mehr gibt.
Oben wird geschrieben das die neuen Rillenkugellager passen und die Reparatur erfolgreich war. Gibt es nun evt. Weitere Erfahrungen?
Ohne Gehäusewechsel sollten das Ausdistanzieren auch nur eine Kontroll Maßnahme sein, oder?
Vielen Dank für alle Tips und Hinweise.
Tschau
Holger

didithekid
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Sa 4. Mär 2017, 02:46

Holger S. hat geschrieben:
Fr 3. Mär 2017, 18:42

Ohne Gehäusewechsel sollten das Ausdistanzieren auch nur eine Kontroll Maßnahme sein, oder?
Hallo Holger,
da Du von Kegelrollenlagern auf Rillenkugellager wechselst, musst Du schon damit rechnen,
dass trotz identischem Gehäuse nachher das Längs-Spiel ggf. mit anderen Passscheiben ausgeglichen werden muss.
Wenn die Innenringe der neuen Lager exakt das Mass der alten haben, kannst Du dir das Distanzieren innen auf der Welle aber vielleicht ersparen.

Viele Grüße

Didi

doppelQ
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von doppelQ » Sa 4. Mär 2017, 10:57

didithekid hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 02:46
Wenn die Innenringe der neuen Lager exakt das Mass der alten haben, kannst Du dir das Distanzieren innen auf der Welle aber vielleicht ersparen.
das setzt aber voraus, dass das Getriebe vorher perfekt ausdistanziert war.
Um das festzustellen müsste man mindestens nachmessen, also Ausdistanzieren.
Darauf zu verzichten ist IMHO lebensgefährlich.

just my 2 cents

Fabian
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Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » Sa 4. Mär 2017, 11:17

Hallo Fabian,
Natürlich werde ich kontrollmessungen durchführen.
Ich meinte damit das ich mir ersparen wollte alle Passscheiben des Getriebe in Frage zu stellen. Die Zwischenwelle und Abtriebswelle haben mit der Ausdistanzierung bisher sehr gut gelaufen. Ich habe die Lage der Antriebswelle im Getriebe notiert und wollte die Welle da wieder hinstellen.
Voraussetzung natürlich das durch die neuen Lager die Gesamtlage im Getriebe nicht verschoben werden muss.
Außerdem stolpere ich gerade über die Zeichnung aus dem ETK. Dort ist am Ende ein Sicherungsring. Bin nicht sicher ob meine Kegelrollenlagerwelle die Nut dafür hat.
Bin echt nicht sicher ob der Umbau auf die clean Bearing mit meiner Welle möglich ist.
Bin sehr dankbar für alle Tips und Hinweise.
Holger

didithekid
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Sa 4. Mär 2017, 14:45

doppelQ hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 10:57
didithekid hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 02:46
Wenn die Innenringe der neuen Lager exakt das Mass der alten haben, kannst Du dir das Distanzieren innen auf der Welle aber vielleicht ersparen.
das setzt aber voraus, dass das Getriebe vorher perfekt ausdistanziert war.
Um das festzustellen müsste man mindestens nachmessen, also Ausdistanzieren.
Darauf zu verzichten ist IMHO lebensgefährlich.

just my 2 cents

Fabian
Hallo Fabian, Hallo Holger,
das von mir, was Fabian zitiert hat, war (wie mir jetzt kar wurde ) eh falsch, da es hier doch um die Getriebereingangswelle (mit der Feder) geht. In diesem Fall drückt die Feder (für die Ruckdämpfung leicht vorgespannt) alle folgenden Teile (inkl. Lager) gegen den Sicherungsring (den findest Du noch). Vordem Sicherungsring war bei mir (->Kegelrollenlager!) noch eine Passscheibe, die offenbar die korrekte Vorspannung erzeugt. Sitzen die neuen Teile eventuell doch zu locker(->Vergleich alt-neu) auf der Welle, müsste eine dickere Passscheibe (oder zwei) rein, vermutlich wird dies aber nicht nötig sein, da die Tolleranz von altem Normteil zu neuen Normteil sich eher in Grenzen hält.
Der Längsabstand zwischen den Außenflanken der beiden Außenringe der Lager wird meines Erachtens dann schon eher von der alten Konfiguration abweichen, wegen der andersartigen Lagerung. Da die alten Lager defekt sind, ist es wohl auch nicht damit getan, den bisherigen Abstand zu messen und die neu bestückte Welle auf dieses Mass zu bringen, das ja (lange Zeit) zum Gehäuse gepasst hat.
Die Distanzierung, bei der es um ein paar zentel Millimeter geht, ist notwendig, damit die Lager samt der Welle nicht mit Spiel hin und her pendeln aber auch nicht stark zusammengepresst werden (beides führt zu Verschleiss). (Bei Kegelrollenlagern müsste dies eigentlich noch viel exakter erfolgen, wenn die betreffende Welle keine nachgebende Feder hätte) Die relative Lage der Eingangswelle zur Zwischenwelle ist im Zehntel-mm-Bereich hingegen unkritisch, weshalb nur auf einer Seite Passscheiben rein müssen.

PS: Ob es bei BMW (ab Werk) jemals perfekt ausdistanzierte Getriebe gab, ist eine Frage die lange schon diskutiert wird.
Meine Meinung: Bei schlechterer Ausdistanzierung -> höherer Verschleiß und dadurch früherer Getriebeschaden.
Ob ein Getriebeschaden Lebensgefährlich ist ???? Eine fahrlässige Kreatur wie ich hat zumindest überlebt, obwohl eine halbe Saison ein Gangspringer vorlag und nur 4 nutzbare Gänge reichen mussten.
Ist Motorradfahren nicht ohnehin lebensgefährlich?

Viele Grüße

Didi

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gerd_
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von gerd_ » Sa 4. Mär 2017, 15:45

Hi
Was ist perfekt?
Alle Einstellungen erfolgen innerhalb von Toleranzfeldern. Dabei will ich nicht sage, dass dabei nicht auch mal ein Fehler vorkommt, aber indirekt zweifelst du daran ob GETRAG nach irgendeiner Logik arbeitet(e) oder die Teile einfach "zusammenwarf".
Die Getriebekonstruktion der 1100 ist übrigens von BMW, gebaut wurden die Dinger bei GETRAG. Die Konstruktion des 1150 Getriebes ist grossteils von GETRAG, das der 1200 wieder von BMW. Fällt etwas auf?


Aaalso
Die Eingangswellen des M93/94 (Bildtafel 23_0753) und des M97 (Bildtafel 23_0754) sind erst mal grundsätzlich verschieden (total andere Ruckdämpfer), haben aber, bei neuestem Stand, die gleiche Lagerung.
Aktuell sind die Teile mit den Ordnungsnummern „0“; zuvor waren, bis zum jeweiligen Entfallzeitpunkt, die mit „1“ bzw. „2“ drin.

O-Nr; EtNr ; ………Bezeichn ; ………….Entfalldat
0; 23 12 7 709 867; Rillenkugellager CB ;
1; 23 12 2 325 520; Rillenkugellager CB; 12.03.2007
2; 23 00 2 325 249; Rillenkugellager CB; 08.02.2001

0; 23 12 2 325 518; Rillenkugellager CB;
1; 23 00 2 325 248; Rillenkugellager CB; 17.10.2000

Generell gehört eine Scheibe 20X28X0,50 von „innen“ direkt an’s Lager. Dazu wird mit einer abgestimmten Scheibe 42X52X0,30….0,55 distanziert.
An der Eingangswelle waren offenbar schon immer CBs verbaut.


Anders ist das bei der Abtriebswelle
0; 23 12 2 330 176; Rillenkugellager;
1; 23 12 2 325 519; Rillenkugellager Clean Bearing; 17.02.2010
2; 23 00 2 325 251; Rillenkugellager Clean Bearing; 08.03.2001
3; 23 00 1 340 494; Rillenkugellager; 06.03.1997
1; 23 13 1 464 211; Rillenkugellager; 13.11.2013
1; 07 11 9 981 219; Rillenkugellager; 30.05.2012
2; 07 10 1 468 880; Bearing;

0; 23 12 2 325 518; Rillenkugellager Clean Bearing;
1; 23 00 2 325 248; Rillenkugellager Clean Bearing; 17.10.2000

Wenn jetzt einer fragt weshalb hier bei der ersten Gruppe die 1 und 2 mehrfach vorkommt:
Dass wissen nur BMW und Gott (der bei BMW ist entweder auf einer Besprechung oder in Rente, Gott schüttelt den Kopf :-) ) . . .
Zumindest habe ich es korrekt kopiert


gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Sa 4. Mär 2017, 19:57

gerd_ hat geschrieben:
Sa 4. Mär 2017, 15:45
Was ist perfekt?
Alle Einstellungen erfolgen innerhalb von Toleranzfeldern. Dabei will ich nicht sage, dass dabei nicht auch mal ein Fehler vorkommt, aber indirekt zweifelst du daran ob GETRAG nach irgendeiner Logik arbeitet(e) oder die Teile einfach "zusammenwarf".

Aaalso
Die Eingangswellen des M93/94 (Bildtafel 23_0753) und des M97 (Bildtafel 23_0754) sind erst mal grundsätzlich verschieden (total andere Ruckdämpfer), haben aber, bei neuestem Stand, die gleiche Lagerung.

An der Eingangswelle waren offenbar schon immer CBs verbaut.
OK Gerd, Du hast wohl Recht: Wenn "perfekt" innerhalb der geforderten Tolleranz meint, ziehe ich meine Kritik natürlich zurück.

Zur Eingangswelle (bzw. Antriebswelle, wie BMW sie nennt):
Die bei mir (M94) und offenbar auch bei Holger verbaute Wellen-Version hat definitiv zwei Kegelrollenlager (ab Werk) und ist in meinem WHB auch so in Bildtafel RS230150 dargestellt. Offenbar ist diese Version aus M94 mehr oder weniger identisch mit der M93er Eingangswelle, deren Foto auch auf deinem PB-Beitrag zur M97-Eingangswelle unten mit zu sehen ist. Ausgestattet mit neuen CB- und Rillenkugellagern müsste der Stand dann (Nr in meinem WHB) Bildtafel RT230151 sein (noch mit der alten M94-Feder).

Viele Grüße

Didi

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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Sa 4. Mär 2017, 20:54

Hallo Holger,

beim Anschauen der oben schon genannten Bildtafel RT230151 wird dann ersichtlich, dass Didi (also ich) weiter oben wieder einmal vorschnell Unsinn gepostet hat.
Für den Umbau von Kegelrollenlager auf Kugellager müssen tatsächlich zusätzliche Passscheiben und diese auf beiden Lager-Seiten eingefügt werden (was Gerd auch schon erwähnte).
Ich zähle mal auf, was insgesamt am Schluss drin sein muss:
Auf der Kupplungsseite zwischen Gehäuse und Lager zwei Scheiben mit 52auf42 mm, einmal mit 1,25 mm Dicke und einmal als Passscheibe zwischen 0,3 und 0,55 mm Dicke (Ausdistanzieren), vor das Lager.
Auf der anderen Seite mit dem Sicherungsring gehören innen (federbelastet) vor den Sicherungsring eine Scheibe 28x20x0,5mm und den Sicherungsring selbst, gibt es zum Ausgleich mit den Dicken 1,75, 1,85 und 1,95 mm.
Außen in den Lagersitz gehört dann noch eine 52x42x1,25mm Scheibe.
Damit wird wohl ausgeglichen, dass die neuen Lager einige mm schmaler sind.

(Die große Scheibe, die die Feder stützt, bleibt natürlich auch weiter mitten drin)

PS: Da das Kegelrollenlager hinten etwas übersteht, fällt der Sicherungsring nicht so direkt ins Auge. Falls da wirklich keiner mehr wäre, würde das m. E. mit zum Defekt der Welle gehören.

Viele Grüße

Didi
Zuletzt geändert von didithekid am So 5. Mär 2017, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von gerd_ » So 5. Mär 2017, 08:24

Hi
Bitte zitiere mich nicht falsch. "Von beiden Seiten Passscheiben" habe ich nicht gesagt. Auch werden nicht die Lager distanziert (die werden eingepresst) sondern die Welle bzw. deren verschiebbare Bestandteile. Eingestellt wird auf der Eingangsseite das Spiel/"Vorspannung" des Federpakets gegen den Aussenring des Lagers.
Was will man sonst an dieser Welle distanzieren? Relativ zur Eingangswelle verschiebt sich doch nix, das einzige Zahnrad kämmt immer mit seinem Gegenrad. Ob es das 2/10 mm weiter vorn oder hinten tut ist gleichgültig.
gerd
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » So 5. Mär 2017, 12:49

gerd_ hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 08:24
Bitte zitiere mich nicht falsch. "Von beiden Seiten Passscheiben" habe ich nicht gesagt.
Sorry Gerd, gemeint war, dass Du diese erforderlichen Passscheiben auch erwähnt hattest und deine Ausage mir erst zu weiterem (vermeintlichen) Erkenntnisgewinn verholfen hat.

Dass "von beiden Seiten" Scheiben rein kommen, hatte ich aus der Zeichnung von BMW entnommen (BMW nennt die dickeren Scheiben hier Distanzscheiben). Laut der Zeichnung haben die (neuen) Rillenkugellager 15 mm Breite. Die Differenz zur (alten) Breite der Kegelrollenlagerpakete ist (meinem Verständnis der Zeichnung nach) durch mehrere Distanzscheiben (zusätzlich) um merere mm auszugleichen (das dort genannte Wort "Zwischenlösung" soll wohl heißen, dass baujahrabhängig auch geringere Scheibenanzahlen notwendig sein können).
Ich kann mich hier natürlich auch (wieder einmal) irren bzw. es wieder unsauber und missverständlich ausgedrückt haben.

Viele Grüße

Dietmar
Zuletzt geändert von didithekid am So 5. Mär 2017, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » So 5. Mär 2017, 14:06

Hallo Zusammen,

Vielen Dank für eure Hinweise!

Ich habe nun meine Antriebswelle zerlegt und versuche die Anordnung zu erklären.
Anmerkung: Bei meinem Getriebe sind an allen Wellen nur auf der Motorseite Distanzscheiben verbaut. Keine Distanzscheiben auf der Schwingenseite!

Auf der "schwingenseite" finde ich den Sicherungsring mit einer dicke von 1,68mm.
Es folgt eine Distanzscheibe
Da 27,8mm x Di 20,14mm x B 0,35mm
Es folgt das Kegelrollenlager
Breite Innenring = 14,98mm
Gesmtbreite = ca. 16,35 - 16,40 mm ( schwierig zu messen )
Es folgt der Ruckdämpfer komplett inkl. zahnrad
Es folgen die Welle mit Lageransatz Motorseite
Es folgt das Kegelrollenlager
Es folgt ein Öl Ring und zwei Distanzscheiben B= 1,24mm gesamt

Fazit: Gesamtmaß über die Lager inkl. Distanzscheiben auf der Motorseite = 141,74mm ohne Vorspannung auf der Werkbank gemessen.

Das dazugehörende Gehäusemaß ist 141,7mm
Also zuwenig vorgespannte bzw. verschlissene Kegelrollenlager.

So nun zur Anordnung der Cleanbearing Lager. (Beginnend von der Schwingenseite)
Nach meiner Info ist das cleanbearing 15mm breit. ( entspricht der Innenringbreite (verantwortlich für die Vorspannung der Feder)des Kegelrollenlager)

Denkansatz: Somit müsste die Feder genauso vorgespannt sein wie mit dem Kegelrollenlager.

Allerdings ist die Gesamtbreite des Kegelrollenlager 16,35mm - 16,40mm also 1,35mm -1,40mm breiter wie das cleanbearing.

Denkansatz: Diese 1,35mm-1,40mm müssen mit Distanzscheiben zwischen Gehäuse (Schwingenseite) und Lageraußenring ausgeglichen werde.

Damit müsste die Lage der Welle im Gehäuse wie auch die Vorspannung des Ruckdämpfer wieder dem Ursprungszustand entsprechen.

Auf der Motorseite muss das schmalere cleanbearing ebenfalls zwischen Lageraußenring und Gehäuse ausgeglichen werden wobei die cleanbearing nicht vorgespannt werden sonder 0,05mm-0,15mm spiel haben sollte.

Ich hoffe ich konnte das plausibel erklären und bitte um Rückmeldung ob ich richtig liege.

Vielen Dank!

Holger

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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » So 5. Mär 2017, 18:24

Hallo Holger,

habe auch mal nach den Teilen (Kegelrollenlager) gekramt (hat mir keine Ruhe gelassen).

Bei meinen beiden Lagern messe ich eine Stützbreite zwischen 16,3 und 16,4 mm mit großen Unsicherheiten, genau wie Du sagst.
Mit der aufgedruckten FAG-Nr. spukt das Internet aus:
- Kegelrollenlager 30205A - FAG 25x52x16,25mm
- Kegelrollenlager 30304A - FAG 20x52x16,25mm
Das hier genannte Soll-Stützmass von 16,25 mm wird dann vermutlich Eingenbaut (vorgespannt) erreicht und wäre m. E. der Wert mit dem zu rechnen ist.
Verglichen mit den beiden Kugellagern (15 mm) sind also 2X1,25 mm = 2,5 mm auszugleichen.
Genau dies ist auch im Werkstatthandbuch erwähnt. Sowohl in den Lagersitz Kupplungsseite als auch in den Lagersitz Schwingenseite soll
je eine 1,25 mm dicke Distanzscheibe - aber nur dann wenn es sich um die "Zwischenlösung" handelt. Bei späteren Baujahren der Gehäuse sind die Lagersitze dann vermutlich der neuen Situation angepasst worden.
Ich interpretiere das nun so (keine Garantie!), dass mit "Zwischenlösung" der Fall - alte Gehäusegeometrie mit neuen (dünnen) Lagern - plus an jeder Seite eine 1,25 mm Distanzscheibe - gemeint ist, der bei Dir ja auch gegeben ist.
Mit den neuen Maßen (Ausgleich pro Seite 1,25 mm) wäre das neue Rillenkugellager ja dann auch nicht mehr gespannt und die Federkraft wirkte nur noch durch den Innenring zun Sicherungsring.

Leider war bei meiner Auflistung aller Passscheiben oben wieder etwas falsch: Was ich als Scheibe mit 20x1,75 bis 1,95mm bezeichnet hatte (korrigiere ich dort noch) ist tatsächlich der Sicherungsring selbst, den es hier in drei Dicken gibt (Auf der Zeichnung schwer zu erkennen).

Gegen deine Vorhegensweise - erst alle alten Maße messen und nach der Überholung nachmessen, ob die alten Ursprungswerte gut erreicht werden - spricht m. E. nichts dagegen. Ich würde erst mal die alten Passscheiben alle drin lassen und nach der Messung entscheiden, ob außer den zwei neuen Distanzscheiben noch was angepasst werden muss.

PS: Mit den o. g. FAG-Nummern könntest Du Dir natürlich auch neue Kegelrollenlager bestellen, was (glaube ich) deine Ursprungsfrage hier war.
Ich meine aber hier gelesen zu haben, dass es bei gleichem Hersteller unterschiedliche Qualitätsstufen gibt, die nicht unbedingt dem entsprechen,
was BMW damals verbaut hat.

Viele Grüße

Didi
Zuletzt geändert von didithekid am So 5. Mär 2017, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.

Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » So 5. Mär 2017, 18:50

Hallo Didi,
Ich bin Dir echt Dankbar für dein Engagement!!
Ich denke so passt das auch bei mir. Ich habe demnach auch die Zwischenlösung.
Wenn ich nun den clean Bearing Satz 23002325604 bestelle sind pos 7,8,9,10,11 enthalten.
Hast Du die 2x 1,25mm Passscheiben separat besorgt? Oder ist da wirklich alles dabei?
Vielen vielen Dank!!
Holger

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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » So 5. Mär 2017, 19:07

Hallo Holger,

die "Schrottteile" von meiner Gangspriger-Getriebe-Reparatur habe ich zum Angucken noch da,
aber das was Du da jetzt machst (Lageränderung), habe ich selbst noch nicht gemacht. Deswegen der hohe Korrekturbedarf
wenn ich die Dinge nach und nach und teilweise aus Handbüchern theoretisch nachvollziehe.
Also Vorsicht bei meinen Ratschlägen :D .

Viele Grüße

Didi

didithekid
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von didithekid » Di 7. Mär 2017, 07:02

Holger S. hat geschrieben:
So 5. Mär 2017, 18:50

Wenn ich nun den clean Bearing Satz 23002325604 bestelle sind pos 7,8,9,10,11 enthalten.
Hast Du die 2x 1,25mm Passscheiben separat besorgt? Oder ist da wirklich alles dabei?
Hallo Holger,

das Werkstatthandbuch, aus dem ich die Scheibenmaße entnommen habe, ist eine frühe Version Ende 90er.
Als Ersatzteil bekommst Du möglicherweise jetzt (z. B. in dem Reparatursatz) andere Distanzscheiben (mit anderen Dicken)
aus denen die auszugleichenden Abstände dann zusammenzustellen wären.

Viele Grüße
Didi

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gerd_
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von gerd_ » Di 7. Mär 2017, 11:10

Hi
Weil mir grad' einfällt dass ich da mal die Unterschiede . .
http://www.powerboxer.de/getriebe-kuppl ... gangswelle
Die Zeichnung vom M97 (leider nicht gefragt) ist vom realen "3D- Muster" abgemalt.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry

Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » So 22. Apr 2018, 16:54

Hallo Zusammen,

Ich wollte dieses Thema noch einmal aufgreifen.
Im letzten Jahr habe ich unter anderem mit euren Tips das Getriebe meiner R1100 RS erfolgreich zerlegt, auf clean bearing umgerüstet und wieder montiert.
Jetzt ein Jahr und ca. 6000km später habe ich eine Frage.
Wenn ich unter voll Last z.B. mit Sozia aus einer engen Kehre beschleunige gibt es einen Ruck und für einen kurzen Augenblick ist der Vortrieb Weg. Dabei erschrecke ich mich und nehme Gas zurück.
Mein erster Gedanke war: Mist Gangspringer!
Aber kann es sein das der Gang wieder reinspringt? Eher unwahrscheinlich oder?
Ich glaube schon fast das der Ruckdämpfer im Getriebe überspringt. Ist so etwas möglich? Mein Eindruck beim Montieren war das die Feder mit den neuen Lagern weniger vorgespannt ist wie vorher.
Ich kann es mir einfach nicht erklären.
Habt Ihr eine Idee?
Vielen Dank für eure Unterstützung.

Holger

suku
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von suku » Mo 23. Apr 2018, 09:04

Hi Holger,

ohne wirklich Ahnung von der Materie zu haben: Das was du beschreibst, hört sich (leider) genau nach den übliche Weise beschriebenen Kennzeichen für einen Gangspringer an. Ich habe das selbst mal beim Probefahren für den Erwerb bei einer 1100er erlebt. Bergauf unter Last ein kurzes Aussetzen der Beschleunigung und Sekundenbruchteile später mit einem Ruck weitere Beschleunigung. Bei besagter Karre war es der (glaube ich) 3. Gang. Der Gang blieb drin, verschlissen sind ja wohl die Schaltklauen, die dann durchrutschen und wieder greifen.
Grüße von Suku

Holger S.
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von Holger S. » Mo 23. Apr 2018, 20:46

Hallo Soku,
Danke für deine Antwort.
Ich bin bestimmt nicht der Getriebe Experte. Darum kann ich mir nur schwer vorstellen das der Gang oder besser gesagt die Klaue wenn sie sich einmal "ausgehebelt" hat wieder einrastet bzw. Plötzlich wieder den Formschluss herstellen kann.
Allerdings lässe ich mich gerne mit Fakten überzeugen.
Ich habe mir vor einem Jahr jede Komponente des Getriebes angesehen. Schaltgabeln waren noch eloxiert und die Klauen waren nicht abgerundet.
Natürlich musste ich die erste Welle auf Grund der neuen Lager neu ausdistanzieren. Dabei habe ich aber die alten Maße verwendet.

Ist es denn bei einem Gangspringer nicht so das plötzlich der Vortrieb Weg ist und nicht plötzlich ohne Schaltvorgang wieder da ist.

Allerdings glaube ich auch immer weniger an die These mit dem Ruckdämpfer.

Hoffe Ihr habt noch Tips und Hinweise für mich.

Vielen Dank

Holger

suku
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Re: M94 Getriebe: Eingangswelle Kugellager statt Kegelrollenlager

Beitrag von suku » Di 24. Apr 2018, 09:12

Hallo Holger,
Holger S. hat geschrieben:
Mo 23. Apr 2018, 20:46
Ist es denn bei einem Gangspringer nicht so das plötzlich der Vortrieb Weg ist und nicht plötzlich ohne Schaltvorgang wieder da ist.
ich habe überhaupt keine Ahnung vom Innenleben eines Getriebes, habe mich aber vor dem Kauf meiner 1100er ausführlich informiert über die Schwachstellen. Der Gangspringer wird im Netz sehr häufig beschrieben und zwar genauso, wie du es beschreibst. Der Kraftschluss ist unter Last für Sekundenbruchteile unterbrochen und findet mit einem deutlichen "Ruck" wieder statt, ohne zu schalten. Das Ganze zunächst in einem Gang. So war es auch bei meiner Probefahrt. Es fühlt sich an, als ob die Kupplung kurz durchrutscht und plötzlich wieder greift. In meiner Phantasie rutscht irgendwas vom Zahnrad weiter bis zum nächsten "Grip".

Vielleicht hilft ja hier noch einer von den Experten?
Grüße von Suku

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