Eine unendliche Geschichte. . .

Alles zur Technik der alten 2-Ventiler Boxermodelle.
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der niederrheiner
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Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » Fr 12. Aug 2016, 10:55

Nachdem ich, wie anderer Stelle erwähnt, die drei Lichtmaschinenkabel ersetzt hab, wollte ich Donnerstag bei leichtem Nieselregen eine Probefahrt machen.

Der Boxer sprang auch an, klar, Batterie war frisch geladen. Kurz zur anderen Garage gefahren, Regnhandschuhe holen. Dabei geht der Motor aus. Hm. Und nach dem erneuten Starten,mläuft er nur noch auf einem Zylinder. Soweit ich testen konnte, spielte die linke Seite nicht mehr mit. Bis dahin war die Batterie leer. Ich musste also erst Werkzeug holen.

Zündkerze raus. Wieso funkt die trotzdem auf beiden Seiten? Gut, die linke Zündkerze hatte Anbackungen. Da die Batterie es eh nicht mehr schafft, das Gespann den Garagenhof hoch geschoben, wie steil ist die den neuerdings, und zurück in die Garage.

Ich hol also gleich neue Kerzen und sicherheitshalber neue Stecker. Danach wird weiter probiert.

Aber eine neue Batterie ist fällig. Das war nicht das erste Mal, das die Probleme machte. Und der Tausch stand auf'm Plan.

Unendlich wird die Geschichte dadurch, das ich immer wieder Probleme mit der Ladeelektrik hab. Regler getauscht. Funktioniert 'ne Zeitlang.

Peng. LKLampe leuchtet. Diodenplatte getauscht. . .


Stephan

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Gaucho
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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von Gaucho » Fr 12. Aug 2016, 14:07

Hi Stephan,

ja, manchmal ist in den alten Qen der (Kupfer-)Wurm drin...
In deinem von dir beschriebenen Fall tippe ich auf einen Haarriss in der Zündspule. Wenn du noch eine Graue hast, ist da nicht ungewöhnlich.
Tauschen und es sollte wieder laufen. Bei der Gelegenheit auch mal ruhig die Zündkabel tauschen und die Stecker. Da gibts gelegentlich auch Probleme.
Viel Erfolg
Viele GSse,
Ulf

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » Sa 13. Aug 2016, 13:59

Würde gut passen. Ich hab beim Hantieren, mit Handschuhen, beim Festhalten des Steckers etwas "Strom" abbekommen. Konnte zum einen aber keinen offensichtlichen Schaden feststellen, es war ja auch Feucht, zum anderen hat ich aber auch die Schnauze voll.

Werde jedenfalls diese "Kette" auch abarbeiten. . .



Stephan

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von huckes » Mi 17. Aug 2016, 10:57

Hallo Stephan,

sind das noch entstörte Kerzenstecker mit einer Metallhülle außen?
Hatte mit so Dingern auch ab und an Probleme im Regen. Fahre nun seit vielen Jahren problemfrei mit nicht entstörten Steckern herum. Inzwischen stört sich auch der TÜV-Prüfer nicht mehr daran.

Grüße,
Hans

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » Fr 19. Aug 2016, 14:43

Hab eben eine Proberunde gedreht. Schön. Ist ja auch warm und trocken. Immerhin liegen die Stecker und Kabel, griffbereit. Eine neue Batterie steht auch Gewehr bei Fuss. Hab auf einem einsamen Parkplatz dann mal gemessen, was die LiMa so liefert.

Bei Leerlauf ohne Last werden an der Batterie 12,45V gemessen. Leerlauf mit eingeschaltetem Licht 12,16V.

Ab 3.0000RPM bis dann 4.000RPM kommen dann 13,68V an der Batterie an. Drüber hab ich dann nicht mehr gemessen.


Wenn ich den Blinker anmache, Fernlicht dazu und die Bremse ziehe, bleiben nur kümmerliche 11,92V über. Also so nicht zu lange irgendwo stehen bleiben.

P.S.: Hab die NGK Stecker drauf. Funktionierten bisher an allen meinen 2V's ohne Probleme


Stephan, der sich jetzt in Pluderbach 'ne alte R100RT anschauen fährt

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » So 11. Sep 2016, 18:03

Die alte RT in Pluderbach war immerhin komplett. . .

Mittlerweile ist auch eine neue Batterie verbaut. Dreimal war ich auf einer Runde Abends unterwegs. die Woche über die Batterie abgeklemmt. Freitag bis Sonntagabend blieb sie angeschlossen.

Jetzt komm ich von einer Runde zurück. Und, was war? Die LKL glimmt wieder. Grrrr!

Also auf einem einsamen Parkplatz angehalten. Ladespannung gemessen. Oha! Werden nur noch maximal 12,34V reingeschoben. Was für eine gequirrlte. . .

Zuhause mal den Lichtmaschinendeckel aufgeschraubt. Nein, hab mich nicht an den heißen Krümmern verbrannt. Diodenplatte sieht nicht verschmort aus. Tank runter. Regler raus.

Bin aber erstmal wieder beruflich für 'ne Woche, mindestens, unterwegs. Ob ich das Thema irgendwann mal erledigt bekomme?!?


Stephan

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » So 11. Dez 2016, 17:44

Um mal die beiden Komponenten, Regler und Diodenplatte, aus der Problemkette zu kriegen, sind ja auch nicht so günstig, hab ich bei Kleiber so 'ne Kombi bestellt und Samstag montiert. Da ist alles vom Gleichrichter bis zum Regler in der Elektronik drin. Simpel zu installieren und Gewicht spart man durch einige zu entfernende Kabel auch noch. Der Regler fliegt dann auch raus. Soweit, so gut.

Bin dann eben von einer Probefahrt zurückgekommen. Mist, verflixter. Anfangs war ja alles bestens. Die LKL ging knapp über Standgas aus. Nur, nach ca. 30km fing das Spiel wieder an. Die LKL ging immer später aus. Zum Schluß höchstens noch bei harten Gasstößen*. . .

Also Gespann zurück in's Körbchen. Deckel vorne runtergeschraubt. Zwischendurch die Batterie gemessen. Die erholte sich ziemlich zügig von 12,01 Richtung 12,43V. Hm. Die scheint niGS zu haben.

Hab dann den Lichtmaschinenstator abgebaut. War zwar noch alles sehr warm, aber ich dachte wenn alles soweit offen ist, kühlt's schneller aus und ich kann später den Rotor noch abdrücken.

Neugierig wie ich bin, hab ich dann mal geguckt ob ich die Rotorschraube losbekommen. Ups, das geht aber einfach*. Hatte ich fester in Erinnerung. Dann mal die Abdrückschraube reingedreht und siehe da, es war kaum der Ansatz von Gewalt nötig den Rotor runter zu bekommen*. Da befürchte ich doch, daß der nicht wirklich fest draufgesessen hat. Bevor ich jetzt also weiter grübele, lass ich alles abkühlen (Merke "Nie Schrauben bei heissem Gerät festziehen, so du die nochmal wieder loskriegen willst"). Dann werd' ich gleich den Rotor wieder draufstecken und mal mit bisken mehr Bums festziehen. Denn im Normalfall, muß beim Lösen die Abdrückschraube gut angezogen werden. Dann ein trockener Hammerschlag auf den Kopf derselben und dann erst kommt der Rotor. . .


* Das passt ja zu meiner Vermutung, das ich die Rotorschraube nicht fest genug angezogen hatte.

Stephan

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » Mo 12. Dez 2016, 21:35

Esu. Die Schraube, welche den Lichtmaschinenrotor festhält, sollte mit 25+2Nm angezogen werden. Schrieb der Kollege im 2-ventiler. Als Draufgabe wurden, wie immer, allerlei Vermutungen für die Problematik geäussert. Geschenkt.

Den abgekühlten Rotor in den abgekühlten Motor mit den 27Nm festgezogen. Hm, fühlt sich beim Anziehen doch härter an, als die reinen Zahlenwerte vermuten ließen. Eine 50km-Runde gefahren. Im Dunkeln, daher konnte ich den Ladestrom nicht messen. Aber die LKL blieb ab ca. 1.100RPM aus. Bisher, mit der Diodenplatte und dem Regler, ging sie erst so gegen 2.000RPM aus. Jetzt, bei Standgas, leuchtet sie nicht hell, sondern glimmt eher, pulsiert ganz vorsichtig.

Wie oben geschrieben, ich muß mal bei Tageslicht fahren und irgendwo draussen, auf'm Feld, messen wie hoch der Ladestrom liegt. Die Straßenlaternen, die ich auf meiner Runde gesehen habe, lagen alle zu dicht an Wohnhäusern, als das ich da mal den Motor zwecks Messung hätte hochjagen können.


Stepha, der etwas Hoffnung hat, das es das jetzt war. . .

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Beitrag von Gaucho » Di 13. Dez 2016, 14:04

der niederrheiner hat geschrieben:... die LKL blieb ab ca. 1.100RPM aus. Bisher, mit der Diodenplatte und dem Regler, ging sie erst so gegen 2.000RPM aus. Jetzt, bei Standgas, leuchtet sie nicht hell, sondern glimmt eher, pulsiert ganz vorsichtig.
Hört sich für mich "normal" an, die 1100 U/min.
Viele GSse,
Ulf

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Beitrag von der niederrheiner » Di 13. Dez 2016, 22:15

Bei meinen 2-ventilern sind es eigentlich immer eher 1.300 und bisken drauf. Mal sehen wie es sich entwickelt. Wenn es das gewesen ist, kann ich wieder für die DragonRally planen. 2018 könnte ich mal wieder hin. . .


Stephan

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Beitrag von der niederrheiner » Di 20. Dez 2016, 20:13

Sodele. Das klappt erstmal. Das die LKL am Anfang einer Tour, doch noch hin und wieder leuchtet, bis ich mal bisken den Motor drehen kann, dauert. Muß immer erst aus der Stadt raus. Jedenfalls, da ich eine PKW-Batterie drin hab, eigentlich Standard bei BMW-Gespanne, wird diese nie wirklich richtig voll. Wie an anderer Stelle von gerd (?) nachgerechnet, reicht das was die Lima liefert, so gerade aus, um die Zündung am Leben zu halten und die Beleuchtung zu versorgen.

Recht wenig kommt da noch an eine Motorradbatterie an. Da kann das mit der kleinen 36AH PKW-Batterie wohl niGS werden. Und dann aht ein Gespan auch noch die Positionsleuchten doppelt. Okay, Bremslicht auch.

Hab bei Israel angefragt. Die bieten eine verbesserte Lima an. Ich bräuchte statt eines angebotenen Sets aus Lima Gleichrichter/Regler-Kombi und Rotor, lediglich den Lichtmaschinenstator. Alles andere hab ich.

Mal sehen was Israel dafür haben will. Der Umbau ist ja keine große Sache. Das anlöten der Kohlebürstenhalter ist da noch die meiste "Arbeit".


Stephan

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Re: Eine unendliche Geschichte. . .

Beitrag von der niederrheiner » Sa 31. Dez 2016, 15:16

So, der Stator ist drin und die erste Runde gefahren. Ohne das irgendwelche Teile fliegen gingen. Zum Israel Generatorstator kann ich bisher nur sagen, das zwar die drei Phasenanschlußdrähte etwas sehr exakt in ihrer Länge bemessen sind, aber es passt. Der Sternpunktanschluß fällt zwar weg, aber steht als Drahtdreier aus der Wicklung. Technisch nicht nötig, hab ich aber trotzdem mal 'n Schrumpfschläuchsken drüber gezogen. Das auch bei den Phasenscnhlußdähte gemacht.

Jetzt muß erstmal wieder gefahren werden. Und so findet diese Geschichte ein glückliches Ende (Hoffentlich).


Stephan

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Beitrag von der niederrheiner » So 5. Mär 2017, 17:04

Auch diese LadeKontrollLampen-Story ist noch nicht zuende. Nachdem Anfangs eigentlich alles soweit in Ordnung schien, zeigte sich bald die Merkwürdigkeit, daß die LKL mit der 36Ah Batterie rund 8km, mit einer 19Ah Batterie nur 2km brauchte, um auszugehen. Und daß dann erst das System mit dem Laden anfing.

Heute nun, war ganz Essig mit der Laderei. Am Ende einer netten flotten Runde, kam ich mit einer leer gefahrenen Batterie an der Garage an. Nach dem Abstellen, sprang sie nicht mehr.

Durch eine "glückliche" Fügung, kann ich einen anderen elektronischen Regler einbauen und schauen ob's an dem liegt. Aber sehr wahrscheinlich ist der gar nicht so alte Läufer im Sack.

Der Lieferant der Regler/Gleichrichterkombi, Kleiber, beantwortet keine iMehls, in denen ich die Problematik, im ersten Absatz, geschildert hab. Noch nicht mal eine "Das Problem kennen wir nicht."-iMehl kam bisher.

Jetzt hab ich erstmal die Faxen dick. Ich geh bügeln. . .


Stephan

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