Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Alles zur Technik der alten 2-Ventiler Boxermodelle.
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Herbert
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Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von Herbert » So 3. Sep 2017, 12:28

Hallo,

ich habe meie R100R BJ 1991 jetzt 2 Jahre.
Sie läuft leider im Bereich zwischen 2000 und 3000/min. bei Konstantfahrt z.B. in der Ortschaft sehr unruhig.
Gefühlt wie Zündaussetzer und sehr ruckelig. Das hat sie aber schon seitdem ich sie habe.
Woran kann das liegen? Kann es die Zündspule sein? Oder soll ich die Kerzen einmal tauschen?
Das Motorard hat jetzt 40000 km auf dem Buckel.
Die Vergaser habe ich synchronisieren lassen. Das hat nichts geholfen.
Hat jemand eine Idee woran es liegen kann?

Gruß
Herbert

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BayernCrouser
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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von BayernCrouser » So 3. Sep 2017, 22:39

Läuft sie dann, wenn sie bei 2000-3000 unruhig läuft und du gehts vom Gas, im Standgas ruhig?

Herbert
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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von Herbert » Mo 4. Sep 2017, 12:44

Nein. Auch nicht wirklich ruhig. Sie stirbt auch hin und wieder ab im Stand.
Ein Kollege hat mir jetzt die 4 Elektrodenzündkerzen empfohlen zu probieren. Kann das helfen oder sind die eher schädlich für das Motorrad?
Wenn das nicht hilft, meint er, die Zündkabeln und Kerzenstecker zu erneuern. Wenn das nichts hilft, die Zündspule tauschen.
Man müsste sich an das Pproblem herantasten.

Gruß
Herbert

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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von audiolet » Mo 4. Sep 2017, 13:08

Hallo!
Wo, bzw. wie hast Du denn synchronisieren lassen. Bei BMW, oder in 'ner freien Werkstatt, und dann 'nur' mit Uhren, oder mit 'nen Synchro-Tester? Oder vielleicht sogar mit mehr Schlauchwaage?
Letzteres wäre natürlich das Optimum.

Ich weiß zwar nicht, wie empfindlich die 2-Ventiler da sind. Aber ich würde als erstes nochmal die Syncho überprüfen lassen. Denn wenn sie nicht stimmt, werden andere Zündkerzen auch nichts ändern.

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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von BayernCrouser » Mo 4. Sep 2017, 13:14

Wenn es nur bei 2000-3000 Touren schlecht läuft hat es nichts mit der Zündspule zu tun. Dann würde ich mal schauen ober einer in deiner Nähe eine Schlauchwaage hat. Die mal anstecken ist eine Minute Arbeit, dann weißt du ob die Synchronisation Scheiße ist. Wenn´s aber auch im Standgas schlecht ist, könnte ich mir Zündspule vorstellen, oder Hallgeber. Hallgeber könnte man noch mit nem Oszillographen kontrollieren. Da kann man schauen ob vielleicht ein paar Takte ausfallen.

Franz

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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von R100rs » Fr 29. Sep 2017, 10:48

Immer diese Egoisten .
Bei Problem von anderen wissen wollen aber danach nix über die Lösung berichten .

Pfui Deibel
grüssle
Jürgen

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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von der niederrheiner » Fr 29. Sep 2017, 11:29

Ruhig bleiben. Der Kollege sucht noch 'nen Schlauch zum Wiegen. . .


Stephan

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Re: Ruckeliger Lauf bei Konstantfahrt

Beitrag von PDclassic100 GS » Mo 16. Jul 2018, 15:16

Moin,
hatte ich auch. Bin neu hier. Ich hab Sie erst ein Jahr. Stand lange, bis ich Sie übernommen hatte. Sofort alles wechseln lassen, noch vor Übernahme. Dabei lagen lt. Verkäufer rechts die Nadeln vom Nadellager im Ventildeckel. Wahrscheinlich mit dem alten Öl angeworfen - das war falsch. Schock! Erneuert noch vor Übernahme. Sie lief schlecht im Leerlauf und zwischen 1000 und 3000. Erst klemmte der Choke (Vergaser stellte nicht zurück) Dann lief Sie unten rum gar nicht. Dann neue Leerlaufdüsennadeln, neue Federn beim Choke beide Seiten usw.. Dann die Nadeln vom linken Kipphebelwelle im Deckel......Auf einem Topf in ide Werkstatt. Alles in der (BMW Niederlassung, classic Partner) Werkstatt machen lassen 1.400.- € über 2 Besuche insgesamt weg. Nach 500 km Übernahme da wieder alles wechseln lassen. Immer allmählich stetig besser, aber nicht gut genug. Dann hab ich mich dazu entschlossen wieder mehr selber zu schrauben, weil ich mit viel nicht zufrieden war. Einmal lief Sie nicht weil die neuen Schläuche Vergaser / Zylinder unten nicht richtig fest waren und er da Nebenluft ziehen konnte. Das zur Fachwerkstatt. Selber geschraubt - erledigt. Sie war immer noch nicht gut zwischen 1.000 und 3,000 und beim Motorbremsen (Gas 0) gab es Fehlzündung. Nun 2.500 km später, hab ich mich mal richtig selber gekümmert.
1.) Lambda Tank otto durch den Tank gejagt, etwas höher dosiert - nach Vorschrift. Welten besser.
2.) Direkt im Anschluß Lambda Oil Primer auf betriebswarmes ÖL, (Füllstand!) ein paar Minuten Leerlauf und dann 20 Minuten im Schwach - Teillsatsbereich gefahren, sofort raus! Das glas klare ÖL hatte sich in schwarze stinkende Brühe verwandelt - Spülung! Top.....
3.) Filter etec. alles neu, 20W50 classic Mineralöl drauf 1/3 über Min. warm gefahren und dann 250 ml. Lambda Oil Extra und sofort 20 min. gefahren.
Nächsten Morgen dann 150 km - geil! Klingt ganz anders, läuft völlig anders, keine Nebengeräusche, zieht unten raus, keine Fehlzündung, obwohl ich da gar nix dran gemacht hab und läuft 1 A zwischen 1000 und 3.000, ohne rucken, wie nie zuvor. Auf einmal kann man auch langsam fahren - neues Bike - irre!
Also das hat's voll gebracht.
Als nächstes kümmer ich mich um Ventilspiel und Axialspiel. Hoffentlich hat der Motor da nix abbekommen. Sie klappert ab und an rechts, aber echtes tickern, aber nicht immer. Da dies aber Temperaturabhängig ist, schürt das Hoffnung und ich tippe mal darauf das die Fachwerkstatt sich nicht um die Spiele so richtig gekümmert hat, oder schlampig gearbeitet hat. Klingt nach Ventil.
Ich krieg sie hin, aber man muss sich kümmern.

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