Vorkammerzündkerze

Allgemeine Technikfragen und -lösungen, sowie Selbstgebautes.
Larsi
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von Larsi » Do 7. Nov 2019, 11:44

teileklaus hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 17:35
... selbst die MAN Vorkammerdiesel sind nicht weitervefolgt worden obwohl sie Verbrauchsvorteile hatten.
Der schnellaufende Diesel kann keine Vorkammer bauchen. Wie das beim Benziner ist, keine Ahnung aber interesannt.
...
Der Vorkammerdiesel bekam die volle Einspritzmenge in die Vorkammer injiziert.
Das System der Vorkammerzündkerze ist gänzlich anders, egal ob aktive oder passive Version.

teileklaus
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von teileklaus » Do 7. Nov 2019, 13:02

Ja klar, schon das Dieselprinzip ist ja anders. Aber auch dort hatten Direkteinspritzer sofort Verbrauchsvorteile beim Golf 1..1,6 D 54 PS.. mit 4,5 Liter im Urlaub. 1000 km aus einem Tank.. aus dem Gedächtnis Golf 2 1980.
Also das scheint mir eine große Entwickungsarbeit zu sein.
viel Grüße, Klaus

Larsi
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von Larsi » Do 7. Nov 2019, 13:22

Das mit dem Gedächtnis ist so ne Sache ...
Den Vergleich mit dem Diesel kannst du mMn hier vergessen.

Die Technik der Vorkammerzündung finde ich interessant, habe allerdings kein Interesse, in der Richtung irgendetwas zu bauen/entwickeln.

reinglas
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von reinglas » Di 14. Jan 2020, 12:42

Das ist wichtig: Ich bin Laie. Motore haben mich aber schon immer interessiert.
Wenn ich Geld übrig hätte, also vergleichbar mit Elon Musk (SpaceX, Tesla), würde ich dir sofort sagen: "Auf denn - los geht's". Das Ziel zu erreichen, ist (fast) unmöglich. Der Weg zum Ziel ist aber allemal interessant genug.
So manchem "Spinner" ist später ein Denkmal gesetzt worden (O.Lilienthal, F.Wankel, A.Einstein)
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Du wohnst in Eisenberg. Das ist 10 km vom Keramischen Werk Hermsdorf bzw. der Tridelta GmbH entfernt. Diese Anmerkung ist wertungsfrei, aber notwendig.
Was du so plakativ z.B. über das Wasser schreibst oder über Patentrecherche und dabei das renomierte Fraunhofer Institut erwähnst, klingt alles etwas nach Marketing. Ich erkenne aber an, daß es hier im Forum sehr schwierig ist, solche komplizierten Vorgänge plausibel darzustellen.
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Hier die Gedanken eines notorischen Bedenkenträgers (Ja-Aber-Sager). "Ja-aber" war mal für einige Zeit mein Spitzname im Job, bis ich erkannte, daß die Rolle eines "Ja-aber-Sagers" psychologisch in einem Team zu sehr bremsend bezüglich Kreatitivität und Ideenfindung wirken kann.
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Warum haben heute Ottomotore mit konstanter Betriebsdrehzahl keine Vorkammerzündung ? Rasenmäher, Notstromaggregate, mobile Kompressoren, Kühlaggregate auf Brummi's. Auch Bootsmotore kämen in Frage. Ist es nicht der gleiche Grund, warum diese Motore nicht Wankelmotore sind ?
Der Ottomotor ist technisch sicherlich noch nicht ausgereizt. Nicht jede Veränderung, aber jede tatsächliche Verbesserung bedeutet hohe Entwicklungskosten. Die Kurve, die die Relation zwischen tatsächlicher Verbesserung und Entwicklungskosten darstellt, hat asymptotischen Charakter.
VW entwickelt mal an einem Dyna-Starter. Die Entwicklung wurde abgebrochen. Ein uraltes Prinzip. Anlasser und Lichtmaschine sind ein Bauteil. Mein erstes Auto ("P70" - Vorgänger des Trabbi) hatte eine solche Einrichtung. Sie war sehr schwer. Die heutige Magnettechnik läßt aber viel bessere Lösungen zu. Aktuelle Fertigungskosten und die zu erwartende Betriebskosten sind oftmals Kriterien für den Abbruch einer Entwicklung.
Deshalb: Ein Hoch auf Mazda.

Sigmund
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von Sigmund » Sa 1. Feb 2020, 14:52

Erstmal Danke für diesen ernst gemeinten Beitrag !

Es stimmt , ich wohne in Eisenberg , aber in 67304 Eisenberg / Pfalz .

Das Fraunhofer IKTS hat schon viele Spezialitäten von Materialien , und Herstellungsverfahren , welche für
die neuartige Geometrie und Anordnung der Elektroden erforderlich ist .

Nun suche ich Geschäftspartner , um dieses Projekt zu starten , Patentanwalt und Firmenmitgründer .
Es geht um Kraftstoffverbrauch , Schadstoffminimierung und CO 2 Strafgelder der Automobilhersteller , anders ausgedrückt , um Klimaschutz und Fahrverbote .

Handelsübliche VKZ kosten je nach Ausführung und Motormodell ab 180 bis über 1000 € und können nicht in
Rasenmähern oder einem PKW verwendet werden , die nicht speziell für die Kerzen , oder umgekehrt , konstruiert sind !
Die geschätzten Herstellungskosten dürften für Kleinserien etwa 23 € betragen , also realistisch erschwinglich .
Nach dem neuen WLTP Testverfahren sind Einsparungen von 3 bis 12 Prozent mindestens möglich , wenn man bedenkt , daß ca. 75 Prozent der täglich betriebenen Kraftfahrzeugen nur 20 - 30 km pro Fahrt betrieben
werden .
Einfach ausgedrückt heißt das : Kaltstart und Warmlauf , die beiden Verbrennungsphasen mit den höchsten
Verbrauchs und Schadstoffmengen . Eine effizientere Verbrennung mit dem Vorkammerprinzip ist somit
durchaus ein preiswerter Ansatzpunkt , um den eigenen Motor und Geldbeutel zu schonen , und einfach
mehr Fahrfreude mit einem weicheren und kraftvollerem Motorlauf zu haben , only the best ,
Motorsport pur .

Mit Dank für die Aufmersamkeit ,

Sigmund
burn blue

Sigmund
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Re: Vorkammerzündkerze

Beitrag von Sigmund » Sa 1. Feb 2020, 21:55

Gedanken zum Fahrverbot von mit Euro 1 und Euro 2 benzinbetriebenen Kraftfahrzeugen in deutschen Städten :

Anfang der Neunziger hat die Firma Twin Tec einen Kaltlaufregler entwickelt , mit dem man , nach dessen
Erwerb und Einbau , eine Euronorm gutgeschrieben bekam . Von Euro 1 auf Euro 2 war damals gleichbedeutend
mit halbierter KFZ - Steuer , was ebenfalls gleichbedeutend ist mit : sponsort by Finanzamt .
Nach kuzer Amortisationszeit hat Derjenige sogar noch deutlich Plus gemacht . Why not .
Was das wirklich getaugt hat , lassen wir einmal außer Acht .

Die Anzahl der momentanen Euronormen läßt sich noch an 2 Händen abzählen .

Warum nicht mit einem Zündkerzenwechsel eine Zusatzeuronorm kassieren und mit einem etwas älteren
Fahrzeug nach Belieben z.B. durch Mainz stromern ?

Bin dankbar für jede Anregung oder Kritik !

Sigmund
burn blue

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