Schwergängiges Gas an der R1100R

Alles zur Technik der 1100er & 850er Boxermodelle.
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Polarlys
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Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von Polarlys »

Hallo,

an meiner R1100R ist das "Gasgeben" mittlerweile etwas schwergängig. Ein BMW-Schrauber meinte damals, lang ist es her; dass in diesem Fall die Gaszüge getauscht werden müssten, was dann seinerzeit auch gemacht wurde.

Wie sind die Erfahrungen hier? Reicht es eigentlich, den Gasgriff und den Seilzugverteiler zu demontieren, zu reinigen und ggf. mit Silikonspray zu behandeln? Oder sind die Züge wirklich zu tauschen?

Zumindest im GS-Forum ist ein Bericht über den Tausch der Züge mit dem Gaszugverteiler.
(https://www.gs-forum.eu/threads/hallo-b ... ln.118413/)

Viele Grüße
Uwe
hydrantenfritz
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von hydrantenfritz »

Gasgriff....Verteiler...Gaszüge kontr....Seilscheiben müssen sauber sein. Luftfilter, Ventilspiel, Kerzen, halt ales was zum Service gehört, muss stimmen. Saubere Umluftschrauben und Kanäle.Def. Teile ersetzen. Auf "runde" Verlegung der Bowdenzüge achten. Keine Kabelbinder blödsinnig anknallen.
Neue Synchro.
Ob ein Ersatz gewisser Teile vonnöten ist, kann Dir niemand aus der Ferne sagen.
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gerd_
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von gerd_ »

Hi
Bei mir war es so, dass das Zugseil sich in der Nut der Handarmatur eingeschnitten hat und dann darin zu klemmen begann. Da hilft nur wegschmeissen und neu machen. DIe Konstruktion wurde 2004 geändert, es gibt nur noch die neue Variante. Das Gleiche habe ich bei einem Spezl in Südtirol gemacht. Bei ihm waren schon brutale Kräfte notwendig um den Griff zu drehen (und gleichzeitig ein neuer Griffgummi). Erneuert, probegefahren, passt. Dieter setzt sich drauf gibt Gas und legt gleich ein Wheelie hin. Er war gewohnt kräftig drehen zu müssen . . .
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
Franz Gans
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von Franz Gans »

gerd_ hat geschrieben: Di 4. Aug 2026, 10:39 Bei mir war es so, dass das Zugseil sich in der Nut der Handarmatur eingeschnitten hat und dann darin zu klemmen begann. Da hilft nur wegschmeissen und neu machen. DIe Konstruktion wurde 2004 geändert, es gibt nur noch die neue Variante.
Hat für diesen Fall den nicht unwesentlichen Nachteil, daß das nur auf die R1150 zutrifft,
weil bei den beiden in vielen Teilen paarigen Modellen R1100GS bzw. R diese Umlenkung
fest mit dem Seilzug verheiratet ist und auch war (für beide Seilzugvarianten zutreffend,
also mit oder ohne Seilzugverteiler). Scheidung nur mit viel Aufwand möglich, wie im
echten Leben.

Man muß also in dem Fall des hier beschriebenen Motorradmodells, daß sich das Seil tief
in die Kunststoffumlenkung kurz hinter dem Gasdrehgriff gearbeitet haben könnte, leider
immer den ganzen, direkt vom Drehgriff kommenden Zug wechseln.

Könnte bei meiner auch zutreffen, weil das Ding sich auch immer schwerer drehen läßt.
Muß da selber mal ins Detail gehen.

Was die Ausgangsfrage angeht, würde ich persönlich den Verteiler immer nur trocken
halten, weil man schlecht drankommt und alle Schmierage dort nur das Anlagern von
Verschmutzung fördert, die man ab dann regelmäßig zu entfernen hätte. Seitens der
Wahrscheinlichkeit, aber noch vor einer sehr genauen Inaugenscheinnahme der
Einzelteile, halte ich den 32 73 7 659 692 für den am nächsten liegenden Verursacher,
weil mit ihm die stärkste Seilumlenkung einhergeht.

Alle Züge zusammen zu tauschen um einfach nur Ruhe zu haben, ist relativ teuer!

Viele Grüße
Karl-Heinz
Aynchel
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von Aynchel »

moin
ich war diese Gewürge mit der Gaszugkasette leid
und die beiden untern Züge hatten nach 50.000km auch schon wieder Franseln
also hab ich das ganze letzten Winter mal neu aufgesetzt
die Kasette entfällt und vom Dominoverteiler gehen die Züge direkt auf die Drosselklappen
geschlitzte Einstellschrauben M6x0,75 finden sich im Fachhandel
das Gas geht sehr leichtgänig und die Standgasanhebung brauch ich im Sommermoped eh nicht

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teileklaus
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von teileklaus »

das ist schön , aber ein Doppelzug der sich um den Lenkkopf beim Einlenken ggf unterschiedlich Re/ Li biegt, wird wenig gleichmäßie Synchro bieten können!
Ich hätte den einen Zug bis unter den Tank geführt dann im nichtbeweten Teil doppelt..
Zuletzt geändert von teileklaus am Sa 8. Aug 2026, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
viel Grüße, Klaus
Franz Gans
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Registriert: Fr 3. Jul 2015, 18:30

Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von Franz Gans »

Gott zum Gruße!

Ich habe es mir beim Betrachten der Lösung auch gedacht: Wie mag sich wohl eine
Synchronisation gestalten und vor allem wie lange mag sie halten. Den Ansatz finde ich
auch gut, da er so wenig unnötige Einflußquellen wie möglich vorsieht, aber vom
Prinzip und meinem Verständnis der Zusammenhänge hätte ich danach getrachtet den
Einzelzug vom Lenker zum Verteiler (im Verhältnis) so lange wie möglich und vor allem
die beiden Drosselklappenstücke so kurz wie möglich zu gestalten. Ähnlich wie bei den
Zweiventilern im Original z. B. R100GS von BMW umgesetzt.

So wirken sich Einflüsse auf den langen Einzelzug auf beide Drosselklappen immer gleich
aus und man minimiert mit den möglichst kurzen Zügen zu den Drosselklappen die
Einflüsse auf die Synchronisation und deren Langzeitstabilität. Das ist bei der
ursprünglichen BMW-Lösung (nur die mit Verteiler) ja vermutlich auch so gedacht.

Nachteil der gesamten Eigenlösung: Man muß sich die Ersatzseilzüge komplett selber
bauen und kann nicht einfach ins Ersatzteilregal greifen lassen. In dem Zusammenhang
verstehe ich den Nutzen der angeblich erhältlichen geschlitzten M6 x 0,75
Einstellröhrchen nicht ganz, denn die muß man dann ungeschlitzt doch sinnvollerweise
in die anzufertigenden Drosselklappenzüge fest einbauen? Sonst ergeben sich doch
wieder nur neue Störmöglichkeiten?

Viele Grüße
Karl-Heinz
Ahnungsloser
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von Ahnungsloser »

So wie das Aynchel hier vorstellt funktioniert es bei meinem Seitenventiler schon seit den dreißiger Jahren gut.
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gerd_
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von gerd_ »

Hi
Und Dein Seitenventiler hat bereits eine kennfeldorientierte Einspritzung?
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
teileklaus
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Re: Schwergängiges Gas an der R1100R

Beitrag von teileklaus »

Ahnungsloser hat geschrieben: Sa 8. Aug 2026, 08:17 So wie das Aynchel hier vorstellt funktioniert es bei meinem Seitenventiler schon seit den dreißiger Jahren gut.
BMW hat das bereits bei den 2 Ventilern besser und richtig unter dem Tank gelöst also braucht man das Rand hier nicht anders erfinden oder hat es eben wie angemerkt schlechter gemacht, wenn es gut ist dann von mir aus- richtig ist es aus konstruktiver Sicht nicht.
Ist ja nicht schlimm. Aber warum verteidigt man auch noch die schlechtere Lösung?
Der Seitenventiler hat venutlich keine magere AFR Einstellung , die zu KFR neigt. also nicht Referenz.
viel Grüße, Klaus
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