Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Halli hallo,
meine R1100GS hat eine Laufleistung von 90.000 km und das Hinterrad hat ein leichtes (ca. 1mm) Spiel. Ich tippe auf den Loslagerbolzen, den man ja nachstellen kann.
Nur drei Fragen dazu:
1. Reicht es, die Kontermutter zu lösen und lediglich den Loslagerbolzen nachzustellen oder sollte ich den Festlagerbolzen ebenfalls lösen?
2. Wenn nur der Loslagerbolzen gelöst werden muss, sollte ich dann auch erhitzen?
3. Kann ich den Loslagerbolzen gefahrlos ganz rausdrehen um die Gewinde zu reinigen oder sollte ich das lieber bleiben lassen?
Danke euch...
Snoogle
meine R1100GS hat eine Laufleistung von 90.000 km und das Hinterrad hat ein leichtes (ca. 1mm) Spiel. Ich tippe auf den Loslagerbolzen, den man ja nachstellen kann.
Nur drei Fragen dazu:
1. Reicht es, die Kontermutter zu lösen und lediglich den Loslagerbolzen nachzustellen oder sollte ich den Festlagerbolzen ebenfalls lösen?
2. Wenn nur der Loslagerbolzen gelöst werden muss, sollte ich dann auch erhitzen?
3. Kann ich den Loslagerbolzen gefahrlos ganz rausdrehen um die Gewinde zu reinigen oder sollte ich das lieber bleiben lassen?
Danke euch...
Snoogle
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Hallo Snoogle,Snoogle hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 17:28 Halli hallo,
Nur drei Fragen dazu:
1. Reicht es, die Kontermutter zu lösen und lediglich den Loslagerbolzen nachzustellen oder sollte ich den Festlagerbolzen ebenfalls lösen?
2. Wenn nur der Loslagerbolzen gelöst werden muss, sollte ich dann auch erhitzen?
3. Kann ich den Loslagerbolzen gefahrlos ganz rausdrehen um die Gewinde zu reinigen oder sollte ich das lieber bleiben lassen?
Danke euch...
Snoogle
zu 1.: Nur Kontermutter lösen und Bolzen nachstellen, in keinem Fall die andere Seite lösen, das ist völlig überflüssig und was sollte das beim Nachstellen bringen?
zu 2.: Wenn wie vorgeschrieben mit Locitie 2701 gesichert, solltest du in jedem Fall auf Erwärmen, laut meiner Reparaturanleitung auf 120°C. Wenn du das nicht machts, könnte etwas abreißen oder fressen. Da Du wahrscheinlich nicht weißt, ob Loctitie 2701 verwebdet wurde, solltest du Erwärmen.
zu 3.: Ja, das kannst Du gefahrlos. Ggf. den Endantrieb vorher etwas abstützen, dann geht der Bolzen leichter raus und der Endantrieb kippt nicht.
Beim Nachstellen solltest Du dich nicht auf das Anzugsmoment von 7 Nm für den Bolzen verlassen, das Drehmoment gilt für den Neuzustand. Ich ziehe den Bolzen gefühlvoll an und bewege dabei den Endantrie leicht auf und ab und fühle, wann die Sache spielfrei ist. Dann markiere ich die Position des Bolzens und schaue nach dem Anziehen der Mutter, ob sich was verstellt hat. Wenn sich was verstellt hat, das Ganze noch mal ...
Boxergrüße
Peter
24 Jahre Typ 259
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Top!
Vielen Dank!
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
das wird nur ein Hinausschieben des lagerwechsels auf nächste Saison sein..
viel Grüße, Klaus
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Kann sein, muss aber nicht. Bei meiner GS war der erste Lagerwechsel bei ca. 145.000 km fällig. Wenn das Rad und die Paraleverstrebe ab sind, kann man ja beim Auf- und Abbewegen fühlen, ob die Lager Raststellen haben oder ob es geschmeidig geht.teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 19:24 das wird nur ein Hinausschieben des lagerwechsels auf nächste Saison sein..
Boxergrüße
Peter
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Letztenendes ist die Nachstellung ja vorgesehen. Wenn‘s dann halt irgendwann der Lagerwechsel sein muss ist es auch ok. Aber im Moment sehe ich dafür noch keinen Anlass.
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
meine Erfahrung sagte mir schon mehrfach, dass wenn ein Lager dort Spiel hat es eben verschlissen ist. Diese Lager sind von Haus aus schon zu klein. 90 000 km gelaufen! Man kann auch Zündkerzenelektroden nachbiegen, sie sind so konstruiert, dass die nicht beim Biegen abbrechen.
Die Schwingenlager der 12er wurden dann vergrößert.
Der Aufwand das Nachzustellen mit erhitzen usw. war mir dann zu viel, gleich Alles raus und wieder Ruhe haben.
Das Nachstellen ist soweit ich weiß nicht vorgesehen, sondern so wird das eben im Werk spielfrei justiert. Nachstellen ist ein möglicher Versuch.
Bei mir hielt es nicht lange, dann war es wieder so.
Kann natürlich jeder probieren und wenn man Zeit hat ist ein Versuch es wert. aber ne Stunde ist man da auch dran..
90 000 km finde ich schon mal eine ausreichende Laufleistung..
15 Jahre oder so. manche erwarte das Ewige Leben von Bauteilen..

Die Schwingenlager der 12er wurden dann vergrößert.
Der Aufwand das Nachzustellen mit erhitzen usw. war mir dann zu viel, gleich Alles raus und wieder Ruhe haben.
Das Nachstellen ist soweit ich weiß nicht vorgesehen, sondern so wird das eben im Werk spielfrei justiert. Nachstellen ist ein möglicher Versuch.
Bei mir hielt es nicht lange, dann war es wieder so.
Kann natürlich jeder probieren und wenn man Zeit hat ist ein Versuch es wert. aber ne Stunde ist man da auch dran..
90 000 km finde ich schon mal eine ausreichende Laufleistung..
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viel Grüße, Klaus
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Da täte ich gerne mal zuschauen und mitfühlen. Ich war an dem fehldimensioniertenPepo hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 18:04 Beim Nachstellen solltest Du dich nicht auf das Anzugsmoment von 7 Nm für den Bolzen verlassen, das Drehmoment gilt für den Neuzustand. Ich ziehe den Bolzen gefühlvoll an und bewege dabei den Endantrie leicht auf und ab und fühle, wann die Sache spielfrei ist. Dann markiere ich die Position des Bolzens und schaue nach dem Anziehen der Mutter, ob sich was verstellt hat. Wenn sich was verstellt hat, das Ganze noch mal ...
Schrott schon mehrfach dran und möchte den sehen (außer Arnold S.), der das Ding
zum Einstellen leicht und geschmeidig so bewegt, daß er spürt, ob die Einstellung
stimmt, und daß das Lager noch ohne feine Rumpler läuft. Ich behaupte das geht
nicht, weil der Brocken HAG mit dem ganzen Krempel zusammen für eine feinfühlige
Einstellung erheblich zu schwer ist. Das ist vielleicht was für die Jungs, die zum
Zeitverteib ganze (trockene) Großstadttelefonbücher in Stücke reißen.
Aber jeder, wie er möchte.
Ich tendiere auch zur Ansicht von teileklaus, raus mit dem Schrott und alles neu um
wenigstens für eine Weile wieder Ruhe zu haben. Die (nicht gerade billigen) Lager
stammen aus der 2V-Boxer-Ära und wurden nicht umsonst mit der R1200 entscheidend
verändert.Im Unterschied zu den Schwingenlagern, die sehr lange halten. Und ich
könnte mich heute noch sonstwohin beißen, daß ich "vorschriftsgemäß" Loctite 2701
aufgetragen habe, denn damit wird jedes eventuelle Nachstellen zum echten Akt mit
dem dicken Heißluftfön.
Ganz gerne drehen sich die Lagerinnenringe auf dem Lagerzapfen und beschädigen
denselben, anstatt auf den eigentlichen Lagerlaufbahnen. Dazu habe ich mal einen
Trick gelesen, den ich beim nächsten Mal vorhabe anzuwenden, nämlich den Innenring
mit dem Lagerzapfen mit Loctite (ich würde 243, nicht das hochfeste nehmen) zu
verkleben.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Zuletzt geändert von Franz Gans am Sa 27. Jul 2024, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Du bist lustig. Warum halten die eigentlichen Schwingenlager dann wirklich "ewig"?teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 20:26 15 Jahre oder so. manche erwarte das Ewige Leben von Bauteilen..
Sind wohl auch falsch ausgelegt, aber in der anderen Richtung.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Hi
Alle einstellbaren Lager kann man nachstellen, logisch. Ob das auf Dauer sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Das Problem liegt an der notwendigen Lagerung selbst. Setzt man Gleitlager ein, so ist das Losbrechmoment hoch, d.h. das Fahrverhalten ist eher "stuckerig". Ein dynamischer Öl(gleit)film kann nicht aufgebaut werden.
Nimmt man Rollenlager so werden die Rollen immer nur auf der gleichen Stelle ein bisschen hin-und herbewegt, arbeiten sich ein und vergrössern so ihr Spiel. Sie können eben nicht wirklich rollen.
https://powerboxer.de/hinterachse-karda ... einstellen
In der Fertigung wird der Bolzen mit Druckluft oder Elektroschraube mit dem abgegebenen Drehmoment reingeleiert weil es von Hand zu lange dauert und der Schrauber sonst nach der 50-sten Maschine einen Krampf in den Fingern hat.
Die Lager werden dann von Hand eingestellt.
Die hinteren Lager sind etwas kleiner als die vorderen und bekommen zusätzlich alle Stösse ab die das Federbein dämpft.
gerd
Alle einstellbaren Lager kann man nachstellen, logisch. Ob das auf Dauer sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Das Problem liegt an der notwendigen Lagerung selbst. Setzt man Gleitlager ein, so ist das Losbrechmoment hoch, d.h. das Fahrverhalten ist eher "stuckerig". Ein dynamischer Öl(gleit)film kann nicht aufgebaut werden.
Nimmt man Rollenlager so werden die Rollen immer nur auf der gleichen Stelle ein bisschen hin-und herbewegt, arbeiten sich ein und vergrössern so ihr Spiel. Sie können eben nicht wirklich rollen.
https://powerboxer.de/hinterachse-karda ... einstellen
In der Fertigung wird der Bolzen mit Druckluft oder Elektroschraube mit dem abgegebenen Drehmoment reingeleiert weil es von Hand zu lange dauert und der Schrauber sonst nach der 50-sten Maschine einen Krampf in den Fingern hat.
Die Lager werden dann von Hand eingestellt.
Die hinteren Lager sind etwas kleiner als die vorderen und bekommen zusätzlich alle Stösse ab die das Federbein dämpft.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Ähh ich glaube da läuft was fehl, hat das Hinterrad zuviel "Kipplagerspiel" (das hatten wir hier schon vor 3 Monaten behandelt) dann liegt es an den Lagern im Kardangehäuse, die durch Scheiben ausdistanziert werden. 2/10mm sind die Grenze. Wackelts am Kardangehäuse, dann sind die Lager/Lagerbolzen die Kardengäuse und Kardanwellengehäuse hin. Oft sind die Schallen eingelaufen.
Gruß Koni
28 Jahre R850R
Gruß Koni
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Zuletzt geändert von ikon am So 28. Jul 2024, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Da läuft nix fehl… ich meinte Festlager und Loslager am Kardangehäuse.
Ich hab das gestern erledigt. Sah nach dem zerlegen und penibel reinigen noch recht gut aus und fühlte sich auch auch noch gut an. Das Lager habe ich jetzt so eingestellt, dass sich das HAG bei ausgehängter Stütze gerade noch so ohne jeglichen Widerstand von oben nach unten bewegen lässt. Das Ganze wieder mit Loctite gesichert und mit den erforderlichen Drehmomenten gekontert.
Ergebnis: keinerlei Spiel mehr am Hinterrad. Genau wie man es erwartet.
Mag durchaus sein, dass die Lager dem Verschleiß entgegen sehen. Aber wenn das jetzt noch so noch durch den Sommer hält, ist es ein Thema für den Winter.
Wenn es interessiert:
1. Ich habe mit dem Heißluftföhn ca. 10 min angewärmt
2. die Gewinde habe ich mit Drahtbürste, Aceton und einem spitzen Dorn gereinigt (das alte Loctite war ziemlich schwer zu entfernen)
3. das alte Fett entfernt
4. neues Langzeitlagerfett eingebracht
5. mit Loctite auf dem Gewinde gefühlvoll bis auf leichten Widerstand eingedreht und dann so weit zurückgestellt, bis der Widerstand nicht mehr spürbar war
6. mit der großen Mutter und Drehmomentschlüssel gekontert
Ich hab das gestern erledigt. Sah nach dem zerlegen und penibel reinigen noch recht gut aus und fühlte sich auch auch noch gut an. Das Lager habe ich jetzt so eingestellt, dass sich das HAG bei ausgehängter Stütze gerade noch so ohne jeglichen Widerstand von oben nach unten bewegen lässt. Das Ganze wieder mit Loctite gesichert und mit den erforderlichen Drehmomenten gekontert.
Ergebnis: keinerlei Spiel mehr am Hinterrad. Genau wie man es erwartet.
Mag durchaus sein, dass die Lager dem Verschleiß entgegen sehen. Aber wenn das jetzt noch so noch durch den Sommer hält, ist es ein Thema für den Winter.
Wenn es interessiert:
1. Ich habe mit dem Heißluftföhn ca. 10 min angewärmt
2. die Gewinde habe ich mit Drahtbürste, Aceton und einem spitzen Dorn gereinigt (das alte Loctite war ziemlich schwer zu entfernen)
3. das alte Fett entfernt
4. neues Langzeitlagerfett eingebracht
5. mit Loctite auf dem Gewinde gefühlvoll bis auf leichten Widerstand eingedreht und dann so weit zurückgestellt, bis der Widerstand nicht mehr spürbar war
6. mit der großen Mutter und Drehmomentschlüssel gekontert
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Ja, ok so, dann war nicht nur dein Hinterrad am wackeln sondern fast dein ganzer Heckantrieb
. Muß sich ja beim Fahren abenteuerlich angefühlt haben
Gruß Koni
28 Jahre R850R


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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
soweit ich weiß sind die hinteren Lager mit 10X32X17 kleiner als die Schwingenlager mit 17X40X13,25 . Damit fehlt der Vergleich zur Lustigkeit..Franz Gans hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 23:54Du bist lustig. Warum halten die eigentlichen Schwingenlager dann wirklich "ewig"?teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 20:26 15 Jahre oder so. manche erwarte das Ewige Leben von Bauteilen..
Sind wohl auch falsch ausgelegt, aber in der anderen Richtung.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Ja größere Lager können mehr ab, haben mehr Nadeln und höherer Tragkraft..das brauche ich eigentlich nicht zu sagen.
Zum Ewigen leben von solchen Lagern, nach 15 Jahren bastle ich da nicht noch mal rum. Die kommen neu.
Nachdem der Ersteller nun auch von "verschiebt das Problem ggf. auf den Winter" schreibt, scheine ich das nicht ganz falsch eingeschätzt zu haben..
Also warum dann nicht die 3 000 km durchfahren etwas mehr Spiel noch aushalten und im Winter gescheit machen?
Lager Dürfen nach 15 Jahren auch mal kaputtgehen und wenn BMW nicht wieder mal was Besonders von den Maßen bestimmt hätte, wäre es mit 20.- getan.
Das ist nun aber durch. Auch recht.
viel Grüße, Klaus
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Glaub ich nicht, das macht nur einen kleinen Knack bei Unebeheiten..ikon hat geschrieben: So 28. Jul 2024, 10:50 Ja, ok so, dann war nicht nur dein Hinterrad am wackeln sondern fast dein ganzer Heckantrieb. Muß sich ja beim Fahren abenteuerlich angefühlt haben
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Darum ging's doch! Die Lagerung hinten am Schwingenende ist falsch ausgelegt. Darumteileklaus hat geschrieben: So 28. Jul 2024, 21:46 soweit ich weiß sind die hinteren Lager mit 10X32X17 kleiner als die Schwingenlager mit 17X40X13,25 . Damit fehlt der Vergleich zur Lustigkeit..
Ja größere Lager können mehr ab, haben mehr Nadeln und höherer Tragkraft..das brauche ich eigentlich nicht zu sagen.
hält sie nicht lange wogegen die Lagerung der Schwinge im Rahmen bzw. in dem Fall im
Getriebegehäuse ausreichend dimensioniert ist und somit den Erwartungen entsprechend
sehr lange hält. Nicht umsonst- ich wiederhole mich - wurde das bei der R1200 geändert.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Hi
Da behaupte ich, dass die Lager auch bei gleich grosser Auslegung wie die "vorderen" nicht wesentlich länger halten würden. Die Schläge bleiben.
Ein echter konstruktiver Lösungsansatz ausser einer aufwendigen Gleitlagerung fällt mir nicht ein. Bwvor es jemand falsch liest: Normale Gleitlager sind nicht aufwendig, aber man kann die Lager auch sehr aufwendig gestalten.
gerd
Da behaupte ich, dass die Lager auch bei gleich grosser Auslegung wie die "vorderen" nicht wesentlich länger halten würden. Die Schläge bleiben.
Ein echter konstruktiver Lösungsansatz ausser einer aufwendigen Gleitlagerung fällt mir nicht ein. Bwvor es jemand falsch liest: Normale Gleitlager sind nicht aufwendig, aber man kann die Lager auch sehr aufwendig gestalten.
gerd
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Das Thema, dass sich die Nadeln in den hinteren Lagern in die Ringe einarbeiten, ist der zu geringen Bewegung im Betrieb geschuldet, im Vergleich zu den Vorderen Lagern.
Ist bedingt durch die Paralever- Kinematik und den kleineren Lagerdurchmesser.
Dass die vorderen Schwingenlager trotz etwa doppelter Belastung viel länger halten, zeigt, dass zuerst die zu geringe Bewegung der hinteren Nadeln das Problem ist.
Und dass hier die zylindrischen Nadeln auf kegeligen Bahnen arbeiten müssen ist auch nicht gerade ideal.
___________
Habe beim Tausch vom HAG die Plastikkäfige entsorgt und die Nadeln nachgefüllt, glaube es passten noch jeweils 9 dazu.
(Und haben andere Berührungspunkte auf den Ringen.
Aber 30% Lagerlebens zusätzlich bringt es bestimmt nicht, mal schauen.)
Ist bedingt durch die Paralever- Kinematik und den kleineren Lagerdurchmesser.
Dass die vorderen Schwingenlager trotz etwa doppelter Belastung viel länger halten, zeigt, dass zuerst die zu geringe Bewegung der hinteren Nadeln das Problem ist.
Und dass hier die zylindrischen Nadeln auf kegeligen Bahnen arbeiten müssen ist auch nicht gerade ideal.
___________
Habe beim Tausch vom HAG die Plastikkäfige entsorgt und die Nadeln nachgefüllt, glaube es passten noch jeweils 9 dazu.
(Und haben andere Berührungspunkte auf den Ringen.
Aber 30% Lagerlebens zusätzlich bringt es bestimmt nicht, mal schauen.)
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
irgendwie verstehe ich dein " du bist Lustig" eben nicht..Franz Gans hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 23:54Du bist lustig. Warum halten die eigentlichen Schwingenlager dann wirklich "ewig"?teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 20:26 15 Jahre oder so. manche erwarte das Ewige Leben von Bauteilen..
Sind wohl auch falsch ausgelegt, aber in der anderen Richtung.
Viele Grüße
Karl-Heinz
viel Grüße, Klaus
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Klaus, kann sein, muss aber nicht. Ich verstehe die Frage so, dass er die Q noch nicht so lange hat. Dann weiß der Themenstarter/wissen wir ja gar nicht, wie alt die Lager sind. Vielleicht hat der Vorbesitzer die ja schon mal getauscht?teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 19:24 das wird nur ein Hinausschieben des lagerwechsels auf nächste Saison sein..
Boxergrüße
Peter
24 Jahre Typ 259
Peter
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Lustige Beiträge schreibst du. Dass die Endantriebslager irgendwann nachgeben, ist quasi Standard. Ich habe es auf über 280.000 km mit zwei Motorrädern noch nicht erlebt, dass die Lager im Endantrieb (Radlager haben die im Hinterrad nicht) kaputt waren. Wenn das Hinterrad gewackelt hat, lag es immer an den Lagern des Endantriebs. Und dabei ist es egal, ob du vertikal oder horizontal am Rad wackelstikon hat geschrieben: So 28. Jul 2024, 10:50 Ja, ok so, dann war nicht nur dein Hinterrad am wackeln sondern fast dein ganzer Heckantrieb. Muß sich ja beim Fahren abenteuerlich angefühlt haben
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Gruß Koni
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Wenn die Lager im Endantrieb aufgeben ud dabei dann oft den großen Wellendichtring mitnehmen, dann merkt man das schon, vor allem, wenn das Endantriebsöl über das Hinterrad läuft. Aber das Problem kenne ich zum Glück bisher nur von einem Bekannten.
Boxergrüße
Peter
24 Jahre Typ 259
Peter
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
So isses… weiß ich nicht. Wie gesagt machte das Lager einen recht ordentlichen Eindruck. War vielleicht schon neu und nur nicht richtig eingestellt. Jetzt passt es aber erstmal.
Dass Lager irgendwann ersetzt werden müssen ist klar. Aber ich hab die 1100er jetzt gerade mal drei Wochen und alles andere ist an sich top gewartet gewesen.
Werdendes jetzt aber beobachten und die Lager bei Bedarf wechseln, falls nötig. Ist ja jetzt nicht sooo schwer.
Hab‘ übrigens noch ne R80GS (Paralever) und ne R75/5. Ich weiss also, wie es sein muss. War mir nur bei der 1100er unsicher, ob sich da was geändert hat. Nur eins war klar… ein spürbares Spiel gibts den BMWs eigentlich nicht.
Dass Lager irgendwann ersetzt werden müssen ist klar. Aber ich hab die 1100er jetzt gerade mal drei Wochen und alles andere ist an sich top gewartet gewesen.
Werdendes jetzt aber beobachten und die Lager bei Bedarf wechseln, falls nötig. Ist ja jetzt nicht sooo schwer.
Hab‘ übrigens noch ne R80GS (Paralever) und ne R75/5. Ich weiss also, wie es sein muss. War mir nur bei der 1100er unsicher, ob sich da was geändert hat. Nur eins war klar… ein spürbares Spiel gibts den BMWs eigentlich nicht.
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Seit der Änderung auf die Variante R1200 hört man aber aus der Ecke nichts mehr, undgerd_ hat geschrieben: Mo 29. Jul 2024, 11:05 Da behaupte ich, dass die Lager auch bei gleich grosser Auslegung wie die "vorderen" nicht wesentlich länger halten würden. Die Schläge bleiben.
die Beanspruchung dürfte nicht geringer sein. Ja ich weiß, daß die gesamte Schwinge
angefaßt wurde, aber das wäre ja auch bei den R11x0 schon erlaubt gewesen. Übrigens
hat man die Schwingenlager (mindestens) von R11x0 auch zu den R1200 hinübergerettet,
weil da einer wußte, wie es richtig geht? https://www.realoem.com/bmw/de/part?id= ... 3172311729
Sehr viel größerer Bewegungen macht das Schwingenlager wahrscheinlich auch nicht. Die
Schläge werden dort schwächer sein, aber siehe oben. Seit der Änderung auf R1200-
-Lagerung liest man nichts mehr von defekten Lagern des HAG in der Schwinge.
VIele Grüße
Karl-Heinz
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Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Richtig kann auch sein.Pepo hat geschrieben: Mo 29. Jul 2024, 12:31Klaus, kann sein, muss aber nicht. Ich verstehe die Frage so, dass er die Q noch nicht so lange hat. Dann weiß der Themenstarter/wissen wir ja gar nicht, wie alt die Lager sind. Vielleicht hat der Vorbesitzer die ja schon mal getauscht?teileklaus hat geschrieben: Fr 26. Jul 2024, 19:24 das wird nur ein Hinausschieben des lagerwechsels auf nächste Saison sein..
viel Grüße, Klaus
Re: Frage zu Hinterrad-Lagerspiel
Kurzes Update zu diesem Thread:
Mittlerweile war ich mit dem nachgestellten Lager auf einer längeren Reise (ca. 2700 km) mit vollem Gepäck. Bis jetzt hat sich seit der Einstellung des Lagers nichts verändert, d. h. es passt noch immer alles.
Da ich ja noch andere Mopeds habe, gehe ich davon aus, dass ich diese Saison noch etwa 2000 km damit unterwegs sein werde.
Da die Unsicherheit über die Lager aber während der gesamten Reise gegenwärtig war, werde ich die Lager im Winter auf jeden Fall tauschen.
Mittlerweile war ich mit dem nachgestellten Lager auf einer längeren Reise (ca. 2700 km) mit vollem Gepäck. Bis jetzt hat sich seit der Einstellung des Lagers nichts verändert, d. h. es passt noch immer alles.
Da ich ja noch andere Mopeds habe, gehe ich davon aus, dass ich diese Saison noch etwa 2000 km damit unterwegs sein werde.
Da die Unsicherheit über die Lager aber während der gesamten Reise gegenwärtig war, werde ich die Lager im Winter auf jeden Fall tauschen.