Nadellager HAG

Alles zur Technik der 1150er Boxermodelle.
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Bubi
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Nadellager HAG

Beitrag von Bubi »

Moin,
ich habe im HAG neue Nadellager eingetrieben. Noch nicht mit der Schwinge verbunden.
Die Lager von Hand gedreht. Das rechte Lager läuft in eine Richtung schön und sperrt in die andere Richtung.
Habe bei einem Anbieter gelesen, dass die Rollen erst frei geben, bei Montage mit korrektem Drehmoment.
Diesen Hinweis gab es bei diesem Händler aber nicht.
Weiß jemand Bescheid?

Grüße
Andreas
der niederrheiner
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Re: Nadellager HAG

Beitrag von der niederrheiner »

Bei den Nadelllagern die ich kenne, klemmt nichts Richtungsabhängig. Wenn die an ihrer Position sitzen und du die Hülsen reingeschoben hast, sollte es das gewesen sein. Ein Problem entsteht wenn die Passung zu eng wäre. Aber dann klemmt's in beide Richtungen. . .


Stephan
teileklaus
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Re: Nadellager HAG

Beitrag von teileklaus »

Bubi hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 17:36 Moin,
ich habe im HAG neue Nadellager eingetrieben. Noch nicht mit der Schwinge verbunden.
Die Lager von Hand gedreht. Das rechte Lager läuft in eine Richtung schön und sperrt in die andere Richtung.
Habe bei einem Anbieter gelesen, dass die Rollen erst frei geben, bei Montage mit korrektem Drehmoment.
Diesen Hinweis gab es bei diesem Händler aber nicht.
Weiß jemand Bescheid?

Grüße
Andreas
so was sagte der Tills, als ich fragte wie man denn das Nadellager ohne zu drehen einstellen soll.
Ich nehme an es geht um Schwingenlager, dann melde dich bei Tills.
Ich soll doch BMW Lager kaufen wenn mir was nicht passt, war die Antwort..
viel Grüße, Klaus
Jan
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Re: Nadellager HAG

Beitrag von Jan »

Hallo,
Diese Nadellager sind ein Kapitel für sich:
Die Nadeln und beide Ringe werden durch die Plastikkäfige zusammengehalten, wahrscheinlich um Handhabung zu vereinfachen. Wie leicht oder schwer sie sich in nicht eingebauten Zustand mit Finger drehen lassen spielt für Betrieb keine Rolle.
Im eingebauten Zustand werden die Nadeln durch andrücken an die Wölbung vom Aussenring definitiv ausgerichtet.
Allerdings dann bei geringster Bewegung müssen die zylindrischen Nadeln auf den konischen Ringlaufbahnen nicht nur rollen, sondern auch zum Teil rutschen. Dazu ist genug Kraft da.
Und in Verbindung mit der zu geringen Bewegung arbeiten sich die Nadeln lokal in die Ringe, verlieren ihre Rundform, und so werden diese Nadellager leider zum Verbrauchsmaterial.
Also Augen zu und durch!
Franz Gans
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Registriert: Fr 3. Jul 2015, 18:30

Re: Nadellager HAG

Beitrag von Franz Gans »

Jan hat geschrieben: Fr 22. Mai 2026, 07:04 Diese Nadellager sind ein Kapitel für sich:
... und zwar ein weiteres unrühmliches für die Konstrukteure der BMW AG, Sparte
Motorrad. Ich meine mich zu erinnern, daß die Originalteile das von Till beschriebene
Verhalten nicht aufweisen und ohne die "Gebrauchsanweisung" von Till zu montieren
sind. Im Zweifel hätte ich auch wieder Originalteile verwendet, zumindes so lange,
bis ich von der von einem Amerikaner gebauten Gleitlagerung erfahren habe.

Schlechter als das Original kann das kaum sein, Langzeiterfahrungen sind mir
allerdings noch nicht bekannt. Im GS-Forum.eu läuft dazu seit einiger Zeit quasi ein
"Versuch". Ich werde meine Lager - nachdem ich sie bereits zwei Mal mit mäßiger
Dauerhaltbarkeit ersetzt habe - erst wieder anfassen, wenn es gar nicht mehr anders
geht. Sie sind erstens kein Sonderangbeot und zweitens ist das eine ziemlich
Scheißarbeit, falls man sich, wie ich, getreu an die Vorgaben des
Werkstatthandbiuches gehalten und mit Loctite 2701 nicht gegeizt hat. Nicht
selten sind auch noch die beiden Lagerzapfen angenagt und sollten ebenfalls ersetzt
werden, sehr zur Freude des Ersatzteilverkäufers, aber bedeutend weniger des
eigenen Geldbeutels.

Die Gleitlager bekommt man mittlerweile auch in D zu einem ähnlichen Preis wie
BMW Motorrad die Originalteile freundenhauspreismäßig vertickt, z. B. hier:
https://www.bayermotor.de/de/satz-gleit ... er-modelle

Nützt aktuell dem TE natürlich wenig, aber zumindest die Information, daß dieser
Winkel in der R4V-Konstruktion einfach nur von den Paralever-Zweiventilern ohne
weitere Anpassung aka Verstärkung übernommen und deswegen nicht durch
besondere Haltbarkeit auffällt und relativ häufige Wechsel nicht ausgeschlossen
sind. Sollte ich noch einmal drangehen, kommt bei mir sicher kein hochfestes Loctite
mehr zum Einsatz, was beim nächsten Wechsel auf jeden Fall ein gehöriges Stück
Aufwand erspart.

VIele Grüße
Karl-Heinz
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