Ölschlammablagerung, Ultimate 102, Verbrauch

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Richii
Beiträge: 37
Registriert: Di 23. Aug 2022, 11:21

Ölschlammablagerung, Ultimate 102, Verbrauch

Beitrag von Richii »

Gude,

RnineT 2017
50.000km Laufleistung

Ich bin die letzten 1.500km NUR Ultimate 102 gefahren und folgendes hat sich verändert. Der Ölverbrauch ist gesunken, die Fehlzündungen bei Gasrücknahme und starkem Schiebebetrieb haben zugenommen, der Verbrauch ist im vergleich zum Betrieb mit super 95 um ca. 1,5-2 Liter gestiegen!
Das kam mir sehr komisch vor, auch wenn es heist das Ultimate 102 einen geringeren Brennwert als Super 95 haben soll, habe ich nicht mit einem solchen Anstieg gerechnet. Fahrweise war durchweg sehr ähnlich in den selbigen Regionen bzw. Strecken.

Zusätzlich ist mir aufgefallen das auf der BAB die ursprüngliche Drehzahl nicht mehr erreicht wurde, sprich im 6.gang bei Vollgas blieb das Gefühl das am oberen Ende die „Luft“ weg bleibt. Meine Vermutung, Lufi zugesetzt, einmal erneuern.
Danach habe ich einen K&N Performance eingesetzt.
Ventilspiel kontrolliert:
Linker Zylinder
Einlass 0,15/0,17
Auslass 0,33/0,32

Rechter Zylinder
Einlass 0,19/0,15
Auslass 0,32/0,30

sowie Synchronisation überprüft, alles in Ordnung. Die ESV sind von TILL und haben eine Laufleistung von 15.000km.

Verbrauch blieb weiterhin so erhöht. Vermehrte fehlzündungen und das Gefühl am oberen Ende fehlt die Puste ebenfalls. Ich weiß, das mit dem „Gefühl“ ist immer eine sehr subjektive Sache, nur kann ich beobachten das die Drehzahl geringer als vorher ist.

Darauf machte ich einen kompressionstest. Beide Zylinder 16,5BAR. „Moment 16,5BAR?!“ :dachte ich mir, das ist etwas hoch, spricht eventuell für zugesetzte Kolbenringe.
Also Zündkerzen raus und mit dem Endoskop mal reingeschaut. Links habe ich auch gleich mal die DK demontiert um einen Blick auf die Einlassventile zu werfen.
Dabei sind folgende Bilder entstanden…

Ich bitte nun um eure Einschätzung wie kritisch oder „normal“ das zu bewerten ist. Ich habe den Eindruck das dass Ultimate schon einiges gelöst und „gereinigt“ hat, dabei aber der „entstehende“ Ölschlamm durch die Einlassventil in den Brennraum gelangt und dabei von den sich schließenden Einlassventilen teils „zerdrückt“ wird. Eventuell hat das Einfluss auf die Motorleistung im Betrieb. Trotzdem kann ich mir den deutlich höheren Verbrauch nicht erklären.

Bitte seht es mir nach wenn meine Erläuterung etwas durcheinander geschrieben ist, nur musste ich das mal so runter schreiben.
Bitte Entschuldigt auch die zum Teil schlechte Qualität, besser habe ich es nicht hinbekommen.

Was die ZK Bilder angehen, die dunklen Kerzen sind Sekundär, die sauberen Kerzen die Primärkerzen.

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gerd_
Beiträge: 4086
Registriert: So 17. Jun 2012, 20:40

Re: Ölschlammablagerung, Ultimate 102, Verbrauch

Beitrag von gerd_ »

Hi
Da würde ich mir mal Gedanken um die Ventilschaftdichtungen machen.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
Richii
Beiträge: 37
Registriert: Di 23. Aug 2022, 11:21

Re: Ölschlammablagerung, Ultimate 102, Verbrauch

Beitrag von Richii »

Ehrlich gesagt mache ich mir um die Ventilschaftdichtungen seit dem Kauf der Maschine vor 2 Jahren mit 33.000km Laufleistung, Gedanken.

Seit dem ich damals bei der Probefahrt den Händler darauf aufmerksam gemacht habe das im schauglas kein Öl zu sehen ist. Die Aussage damals: „ich habe nochmal bei den Jungs in der Werkstatt nachgefragt, sobald die warm gefahren ist und der Lüfter vorne angesprungen ist, pendelt sich das ein“. Ich war schockiert von dem Käse den er von sich gegeben hatte.

Durch minimales kippen nach rechts (ich hatte damals Hilfe) sah man sofort Öl im schauglas, es hatte also ganz klar etwas gefehlt, war aber auch nicht „leer“.
Der Gedanke kam natürlich in mir auf, wie wohl der Vorbesitzer mit der Maschine im Sinne von regelmäßiger Ölkontrolle umgegangen ist.

Für die Maschine habe ich mich trotzdem entschieden, zu groß war meine Gier und Vorfreude auf das Bike.

Danach stellte ich natürlich einen gewissen Ölverbrauch fest, ca. 600-700ml auf 1000km.
Leider habe ich keine Aufnahme von den Ventilen damals gemacht um heute einen besseren Vergleich zu haben.

Mit diesem Hintergrund beschloss ich eben aufgrund der reinigenden Wirkung das Ultimate zu fahren bzw. Zu testen.

Wie kommt aber der enorme mehr Verbrauch zustande?
Und wie ist die Situation grundsätzlich einzuschätzen? Sagt ihr: lass die Maschine lieber stehen und mach dich sofort an die Dichtungen oder hat das noch bis nächsten Winter Zeit, wenn ich bis dahin mit einem weiteren Ölverbrauch und Betrieb mit Ultimate leben kann.
Ich möchte nur größere folgenschäden vermeiden. Riefen in den Zylinderwänden konnte ich z.b. noch keine feststellen.
Fahrleistung in den letzten 2 Jahren ca. 17.000km
Diese Saison werde ich wahrscheinlich nur auf 5.000km kommen.
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