R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Alles zur Technik der 1200er Boxermodelle.
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Polarlys
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R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von Polarlys »

Hallo Zusammen,
meine R hat im Urlaub angefangen, bei starkem Beschleunigen zu ruckeln. Jetzt habe ich mir hier diesen Bericht durchgelesen "Stotternder motor, wenn ich Gasgriff stärker aufdrehe", also im Prinzip wie bei meiner R. In diesem Bericht war wohl eine Zündspule defekt.
Ich habe mir heute mal die unteren Zündspulen und die Kerzen angesehen, an diesen Zündspulen konnte man nichts sehen,
was auf einen Schaden deutet und die Kerzen sahen für mich gut aus (rehbraun), auch keine Unterschiede rechts / links. Die Hauptkerzen / -Spulen muss ich mir noch ansehen

Bevor ich mir jetzt die neuen Zündspulen hole, wollte ich den Benzinfilter wechseln, Laufleistung der R ca. 90.000km.
Das BMW-Handbuch schreibt hier vor, auch die Schläuche am Filter zu tauschen. Hier stelle ich mir die Frage, ob das nötig ist?
Dann sind ja diese Klemmschellen verbaut, welche mit einer Zange zugeklemmt werden. Hier würde ich lieber auf Schraubschellen gehen oder spricht etwas dagegen?

Viele Grüße
Polarlys
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gerd_
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Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von gerd_ »

Hi
Die Klemmschellen werden nur verbaut weil sie billiger und in der Industrie einfacher zu montieren sind.
Selten spielt es einen Rolle, dass sie auch kleiner sind.
gerd
Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
kh500h1
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Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von kh500h1 »

Hi,

Kraftstofffilter, Kraftstoffpumpe, Drosselklappenpoti...wenn die Kerzenstecker/Hauptzündspulen (die in der Mitte) in Ordnung sind

Bin gespannt was es ist....
Zuletzt geändert von kh500h1 am Do 28. Mai 2026, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Polarlys
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Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von Polarlys »

Hallo,
die Hauptzündkerzen mit den Steckern/ Spulen habe ich mir angesehen, optisch nichts zu sehen und die Zündkerzen sehen rechts wie links gleich aus. Den Fehlerspeicher habe ich auch ausgelesen, da war nichts vorhanden.
Würde es eigentlich etwas bringen, die Zündspulen durchzumessen?
VG Polarlys
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gerd_
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Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von gerd_ »

Vollkommenheit entsteht offenbar nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
Antoine de Saint=Exupéry
Franz Gans
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Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von Franz Gans »

Polarlys hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 07:27 Würde es eigentlich etwas bringen, die Zündspulen durchzumessen?
Ich würde es in jedem Fall immer tun, allerdings ist die Aussagekraft einer
ohmischen Messung bei Hochspannungsbauteilen, -spulen äußerst labil. Wenn es
im Vergleich der Spulen untereinander bei einer oder mehreren einen auffälligen
Ausreißer gibt, liegt es nahe einen Defekt zu unterstellen, jedoch bedeutet eine
im Ohmbereich meßtechnische Übereinstimmung eigentlich gar nichts an
Aussagekraft. Es kommt dabei auch noch auf die Art und den Ort des Fehlers an
(z. B. Primärseite oder Sekundärseite der Spule, Isolation untereinander und
zum Gehäuse etc.). Optische Dinge (Spuren von Überschlägen, Brandspuren,
hitzebedingte Verfärbungen etc.) hast Du ja schon ausschließen können.

Die Prüfspannung bei Ohmmetern liegt in der Größenordnung von wenigen Volt
(wenn überhaupt), aber die Fehler an Hochspannungselementen äußern sich
womöglich erst im Kilovolt-Bereich (kV).

"Stochern" schadet nicht, die Aussagekraft ist jedoch unsicher und zweifelhaft.
Einen Prüfstand extra für einen Spulentest zu bauen, lohnte sich nur zur Stillung
allergrößter technischer Neugier und bedingte einen erheblichen (finanziellen)
Aufwand, also ist testweiser Ersatz zur Fehlereingrenzung eher zu empfehlen.

Viele Grüße
Karl-Heinz
Polarlys
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Registriert: Sa 19. Okt 2013, 09:44

Re: R1200R - Ruckeln beim starken Beschleunigen

Beitrag von Polarlys »

Hallo Zusammen,
ich habe jetzt den Benzinfilter gewechselt, den LuFi auch gleich mit. Bei der Probefahrt anschließend konnte ich das Ruckeln nicht mehr feststellen. Schon interessant, was ein versauter Benzinfilter ausrichten kann.
Aber ich wollte noch ein paar Infos zum Tausch des Benzinfilters geben: (Die Tipps sind für die Leute, die sich wie ich das erstemal drangeben)
Ich hatte ja die beiden Schläoche mitbestellt, so musste ich "nur" die Schläuche von den Benzinkupplungen trennen. Benzinkupplungen? Das ist einmal die Kupplung zum Motorrad, die bei der Tankdemontage getrennt werden muss. Allerdings ist der Benzinschlauch an der Pumpe auch mittels Kupplung befestigt. Dadurch kann man zum Arbeiten an dem Schlauch diesen einfach nur von der Pumpe trennen und muss den Tank nicht kopfüber hinlegen, wie ich das gemacht habe.
Den Schlauch von den Kuppungen herunter zu bekommen, geht nur mit vorsichtigem Aufschneiden des Schlauchs, sonst braucht man die Kupplungsteile auch neu. Der Schlauch lässt sich jedenfalls sehr sehr schlecht durch das im Schlauch befindliche Gewebe schneiden. Ob man die Schläuche leichter vom Filter abbekommt, habe ich nicht mehr ausprobiert.
Da ich die Zukneifschellen nicht mehr benutzen wollte habe ich mit fogende besorgt : ABA Mini (SL) 14/9 W4 (12,5 - 14,5mm) Hier kann natürlich jeder nehmen, was er möchte, wichtig ist hier nur der Durchmesserbereich, der hat super gepasst.
Die Zukneifschellen habe ich am "Ohr" aufgedremelt, wenn hier jemand eine bessere Lösung weiß, immer her damit.
Ansonsten bei der Montage der Schläuche achten, dass die Flussrichtung am Filter eingehalten wird und das die Biegungen der Schläuche auch wieder wie vorher liegen. Und man sollte 2 genügend lange Kabelbinder bereit halten.
Insgesamt ist der Wechsel des Filters kein Hexenwerk.
Viele Grüße
Polarlys
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